Amalekiter
Die Amalekiter (hebräisch עֲמָלֵק ʿᵃmālēq) gelten in der Hebräischen Bibel als räuberisches Nomadenvolk, das im Süden der Region Palästina lebte und ein Erbfeind der Israeliten war. In Gen 36,12 werden sie durch die Nennung Amaleks als Enkel Esaus in die Nachkommenschaft Isaaks und den Konflikt mit Jakob als Stammvater der Juden gestellt. Historisch lässt sich über das Volk der Amalekiter wenig sagen.
In der Moderne werden die Amalekiter vielfach mit Feinden Israels bzw. der Juden gleichgesetzt, darunter auch Palästinenser. Während des Israel-Gaza-Krieges ab 2023 wurden die Palästinenser und die militant-islamistische Hamas seitens israelischer Politiker und Medien vielfach mit den Amalekitern gleichgesetzt. Einige der Aussagen wurden vor dem Internationalen Gerichtshof seitens des Anklägers Südafrika in einer Klage gegen Israel als „Völkermordabsichten gegen das palästinensische Volk“ gewertet.
- 1 2 Hans Andreas Tanner: Amalek / Amalekiter. In: WiBiLex. Deutsche Bibelgesellschaft, 1. Mai 2008, abgerufen am 14. Oktober 2022.