Balsame
Balsame oder Balsamharze sind pflanzliche Sekrete aus den Interzellulärgängen der Balsambaumgewächse und anderer Balsampflanzen, etwa aus der Gattung der Balsambäume oder der Amberbäume. Balsame sind mehr oder weniger fettlösliche Gemische aus Harzen und ätherischen Ölen. Ihre Konsistenz ist halb- bis dickflüssig und sirupartig. Sie werden, soweit sie nicht von selbst ausfließen, durch Einschnitte oder Auskochen der betreffenden Pflanzenteile gewonnen. Während der Lagerung können die ätherischen Öle verdunsten, so dass die Balsame in ihrer Konsistenz oft beinahe glasartig werden.
Balsame zeichnen sich durch einen charakteristischen Geruch aus, der durch die Kombination von Benzoesäure- und Zimtsäureestern mit etwas Vanillin entsteht. Typische Balsame sind Perubalsam, Tolubalsam, Kanadabalsam, Copaivabalsam, Gurjunbalsam, Benzoe, Elemi und Myrrhe, Weihrauch sowie Styrax, ferner Cabureibabalsam, Cativobalsam.
- 1 2 3 Hermann Ammon (Hrsg.): Hunnius Pharmazeutisches Wörterbuch. 8. Auflage. De Gruyter, Berlin 2004, ISBN 3-11-015792-6.
- ↑ Eintrag zu Balsame. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 22. Dezember 2014.