Belagerung von Mantua (1796–1797)

Belagerung von Mantua
Teil von: Erster Koalitionskrieg

Übergabe der Stadt
Datum 4. Juni 1796 bis 2. Februar 1797
Ort Mantua
Ausgang französischer Sieg
Konfliktparteien

Habsburgermonarchie Österreich

Frankreich 1804 Frankreich

Befehlshaber

Habsburgermonarchie Josef d’Irles
Habsburgermonarchie Dagobert Wurmser

Frankreich 1804 Napoleon Bonaparte
Frankreich Jean Sérurier

Truppenstärke

Erste Phase bis Anfang August: 14.000, danach 16.400, seit 13. September 28.000 Mann

Erste Phase bis Anfang August: 12.000 Mann Belagerungsarmee, 32.000 Mann Beobachtungsarmee

Die Angaben über Truppenstärke und Verluste können in der Literatur deutlich auseinandergehen.

Die Belagerung von Mantua war Teil des Italienfeldzuges von Napoleon Bonaparte, der vor allem gegen Österreich gerichtet war. Mantua nahm eine strategische Schlüsselstellung ein, weil es den Zugang nach Tirol beherrschte, und war schließlich die letzte österreichische Bastion in Norditalien. Die Belagerung begann Anfang Juni 1796. Wegen des Herannahens eines österreichischen Entsatzheeres musste Napoleon die Belagerung am 31. Juli aufheben. In verschiedenen Gefechten und Schlachten blieb Napoleon siegreich, sodass er seit Ende August die Stadt erneut blockieren ließ. Weitere Entsatzversuche der Österreicher schlugen fehl, und der inzwischen in der Stadt kommandierende Feldmarschall Dagobert Wurmser kapitulierte am 2. Februar 1797. Die Belagerung kostete nicht nur durch direkte Kriegshandlungen, sondern vor allem durch Seuchen auf beiden Seiten zahlreiche Opfer.