Brinna Otto
Brinna Dorothea Otto (* 21. Juli 1938 in Mannheim; † 6. Januar 2026 in Karlsruhe) war eine deutsche Klassische Archäologin.
Brinna Otto wurde 1972 bei Roland Hampe am Institut für Klassische Archäologie der Universität Heidelberg mit einer Arbeit zum Thema Geometrische Ornamente auf anatolischer Keramik. Symmetrien frühester Schmuckformen im Nahen Osten und in der Ägäis promoviert. Anschließend war sie bis 1974 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Heidelberger Institut. Anschließend arbeitete sie unter Bernhard Neutsch am Institut für klassische und provinzialrömische Archäologie der Universität Innsbruck. Die Habilitation erfolgte 1982 mit der Arbeit Die verzierte Keramik der Sesklo- und Diminikultur Thessaliens. Ein Jahr später übernahm Otto die Leitung der Magna-Graecia-Forschungsstelle der Innsbrucker Universität. 1984 erhielt sie den Titel als außerordentliche Professorin. 2003 ging sie in den Ruhestand, blieb dem Institut für Archäologien aber als Leiterin von Forschungsprojekten beigeordnet.
1995 wurde Otto in Nachfolge von Bernhard Neutsch Leiterin der Ausgrabungen des Demeter-Heiligtums von Herakleia (Policoro). Als 1996 eine große Ausstellung in Italien, I Greci in Occidente, zu den Beziehungen der antiken Griechen zu den orientalischen Kulturen durchgeführt wurde, organisierte sie parallel eine thematisch passende Ausstellung mit Funden aus dem Demeter-Heiligtum von Herakleia an der Universität Innsbruck. Die Stadt Policoro ernannte Otto am 19. September 2009 aufgrund ihrer Leistungen bei der Erforschung des antiken Herakleia zur Ehrenbürgerin.
- ↑ Ao. Univ.-Prof. i. R. Dr. Brinna Otto. Universität Innsbruck, abgerufen am 8. März 2025.