Devisentermingeschäft

Devisentermingeschäft (auch Devisenforward; englisch foreign exchange forward oder abgekürzt englisch FX forward) ist ein Termingeschäft mit Devisen als Basiswert. Komplementärbegriff ist das Devisenkassageschäft.

Devisenkurse unterliegen mehr oder weniger großen Schwankungen, die für Anleger, Exporteure oder Importeure kaum vorhersehbar und nicht kalkulierbar sind. Diese Marktteilnehmer sind jedoch beim Geschäftsabschluss in Fremdwährung darauf angewiesen, ihr damit verbundenes Ziel (Rendite oder Gewinn) auch realisieren zu können. Dieses Ziel könnte jedoch durch die nach Geschäftsabschluss eintretenden Veränderungen des Wechselkurses (im Extremfall durch Abwertung oder Aufwertung) konterkariert werden. Um dies zu verhindern, können als Sicherungsgeschäfte insbesondere Devisentermingeschäfte oder Devisenoptionsgeschäfte getätigt werden.

Bei einem Devisentermingeschäft verkaufen die Kontrahenten Währungspaare, sie tauschen also eine Fremdwährung gegen die Inlandswährung oder gegen eine andere Fremdwährung. Die gegenseitig verkauften Währungspaare sind erst zu einem späteren als dem beim Kassageschäft marktüblichen Termin zu erfüllen, wobei bereits am Handelstag der Zeitpunkt der Erfüllung (Termin) ebenso wie der für die Erfüllung geltende Kurs (Terminkurs) und der Betrag (Kontraktgröße) zwischen den Handelspartnern festgelegt werden und am Erfüllungstag unabhängig von der aktuellen Kurssituation zu erfüllen sind.

  1. Sebastian Bodemer/Roger Disch, Corporate Treasury Management, 2014, S. 291