ABB Eurotram
| Eurotram | |
|---|---|
in Straßburg | |
| Anzahl: | 151 |
| Hersteller: | Socimi / ABB / Adtranz / Bombardier |
| Baujahr(e): | 1994–2006 |
| Ausmusterung: | 2019– |
| Achsfolge: | Bo+Bo+Bo+2 / Bo+Bo+Bo+2+Bo |
| Spurweite: | 1435 mm (Normalspur) |
| Länge: | 33,100 … 43,050 m |
| Breite: | 2,4 … 2,65 m |
| Höhe: | 3,1 m |
| Leermasse: | 40.000 / 50.800 kg |
| Höchstgeschwindigkeit: | 80 km/h (Porto) |
| Stromsystem: | 600/750 V = |
| Fußbodenhöhe: | 350 mm |
| Niederfluranteil: | 100 % |
Die Eurotram ist ein vollständig niederfluriger Straßenbahntyp, der seit 1994 bei der Straßenbahn Straßburg im Einsatz ist und in Folge an die Straßenbahn Mailand und an die Metro do Porto geliefert wurde. Insgesamt wurden 151 Stück gebaut, wobei der Hersteller aufgrund von Konkursen und Übernahmen von Socimi und ABB zu ABB, dann zu Adtranz und schlussendlich Bombardier Transportation wechselte.
Die Eurotram ist auf der ganzen Länge niederflurig (100 % Niederfluranteil) und verfügt über ein modernes Design: Große Fenster über die gesamte Länge und ein abgeflachter Führerstand mit einer einzelnen, großen Frontscheibe erinnern mehr an einen Hochgeschwindigkeitszug als an eine Straßenbahn. Dies wird optisch unterstrichen durch die Abdeckung der Komponenten am Dach, das wie der übrige Wagenkasten mit Paneelen aus glasfaserverstärkten Kunststoff verkleidet ist. Etwa 75 % der Fahrzeugoberfläche sind Glasflächen. Die Eurotram entspricht so der Vorstellung eines „rollenden Bürgersteigs“, welche sich nahtlos in die Stadt einfügt. Durch dieses moderne Design in Verbindung mit der technischen Neuerung des bei den neueingeführten, französischen Straßenbahnbetrieben erstmals durchgängig niederflurigen Fahrzeugs ist die Eurotram stark mit der Renaissance der Straßenbahn in Frankreich verbunden.
Ursprünglich wurde sie zur Renaissance der Straßburger Straßenbahn von ABB und der italienischen Firma Socimi in Zusammenarbeit mit den Straßburger städtischen Verkehrsbetrieben CTS mit dem beschriebenen individuellen Design entwickelt, nach dem Konkurs von Socimi übernahm ABB alleine die Fertigung. Mit dem Zusammenschluss von ABB mit anderen Firmen in Adtranz wechselte abermals der Herstellername. Nach Übernahme von Adtranz durch Bombardier Transportation übernahm selbige Firma die Produktion und fasste sie als Flexity Outlook E zusammen mit den konstruktiv sehr verschiedenen Cityrunner unter dem Markennamen Flexity Outlook zusammen.
Die Fahrzeuge sind sieben- bzw. neunteilige Gelenkwagen: Sie bestehen aus je zwei kurzen Kopfmodulen nur mit Führerstand über einem Fahrgestell am Fahrzeugende, drei bzw. vier langen, fahrgestelllosen Sänften mit je zwei breiten, einflügeligen Einstiegstüren sowie zwei bzw. drei kurzen türlosen Modulen mit Fahrgestellen jeweils zwischen den Sänften. Sie verfügen somit je nach Ausführung über insgesamt acht bzw. zehn Achsen.