Felix von Vittinghoff-Schell

Felix Freiherr von Vittinghoff gen. Schell zu Schellenberg (* 3. Oktober 1910 in Weeze; † 13. November 1992 in Goch) war ein deutscher Politiker (CDU).

Felix Freiherr von Vittinghoff-Schell entstammte dem alten rheinisch-westfälischen Adelsgeschlecht Vietinghoff aus der Grafschaft Mark mit dem Stammhaus Vittinghoff (heute Bodendenkmal) in Essen-Rellinghausen. Er wuchs auf Schloss Kalbeck im Rheinland auf, für dessen Wiederaufbau nach 1945 er als Land- und Forstwirt sorgte.

Er machte das Abitur am Collegium Augustinianum Gaesdonck und studierte dann Jura und moderne Sprachen in München, Fribourg in der Schweiz und Köln. Er schloss das Studium ab und wurde zum 1933 Doktor der Rechtswissenschaften (Dr. jur.) promoviert. Er war von 1939 bis 1941 und 1944 bis 1945 als Wehrdienstleistender Kriegsteilnehmer. Dazwischen war er von 1941 bis 1944 Referent im Auswärtigen Amt.

1945 wurde er Verwalter des Familienbesitzes. Von 1947 bis 1969 war er Bürgermeister, von 1953 bis 1961 Mitglied der Landschaftsversammlung Rheinland, ab 1970 Ehrenbürger von Weeze im Kreis Kleve und von 1966 bis 1972 Präsident des Deutschen Gemeindetags.

Er war Mitbegründer der CDU in Geldern. Als Abgeordneter der CDU für den Wahlkreis Kleve gehörte er von 1961 bis 1969 dem Deutschen Bundestag an. Außerdem war er von 1965 bis 1969 Mitglied der Beratenden Versammlung im Europarat und der Versammlung der Westeuropäischen Union. Er war zudem Präsident der Rheinisch-Westfälischen Malteser-Genossenschaft. Er erhielt das Oboedienz-Großkreuz-Bailli des Souveränen Malteserordens und war von 1972 bis 1982 Königlich-Niederländischer Honorarkonsul. Ab 1968 war er Träger des Verdienstkreuzes 1. Klasse, später auch des Großen Verdienstkreuzes der Bundesrepublik Deutschland.

Er war katholisch, verheiratet, Mitglied der katholischen Studentenverbindung K.St.V. Rheno-Bavaria München im Kartellverband, Vorsitzender des Dombauvereins Xanten, Rotarier und wohnte im Haus Kalbeck in Goch.