Fethullah Gülen

Fethullah Gülen [ɡyˈlɛn] (* 27. April 1941 in Korucuk, Provinz Erzurum, Türkei oder 11. November 1938; † 20. Oktober 2024 in Pennsylvania, Vereinigte Staaten) war der geistliche Vordenker der Gülen-Bewegung, die als Neo-Nurcu-Bewegung in der Nachfolge Said Nursîs gilt. Er lebte seit dem 21. März 1999 im selbstgewählten Exil in Saylorsburg, Pennsylvania, USA. Gülens Bewegung wurde in der Türkei von der AKP-Regierung zur Terrororganisation FETÖ erklärt. Der Chef des deutschen Bundesnachrichtendienstes, Bruno Kahl, widersprach der Einschätzung der türkischen Regierung, die Gülen-Bewegung sei islamisch-extremistisch oder gar terroristisch: „Die Gülen-Bewegung ist eine zivile Vereinigung zur religiösen und säkularen Weiterbildung.“ Ansprechpartner in Deutschland für Werte und Positionen Gülens ist die Stiftung Dialog und Bildung, deren Hauptsitz in Berlin ist.

  1. Quellen:
  2. Wir trauern vom 5. November 2024: Traueranzeige des Verbandes engagierte Zivilgesellschaft in NRW e. V., abgerufen am 5. November 2024.
  3. Fethullah Gülen: Erzfeind Erdogans ist tot, 21. Oktober 2024, Berliner Zeitung
  4. M. Hakan Yavuz: Towards an Islamic Liberalism?: The Nurcu Movement and Fethullah Gülen. In: Middle East Journal. 53. Jahrgang, Nr. 4, 1999, ISSN 0026-3141, S. 584–605 (jstor.org)..
  5. Istanbul: Polizei stürmt regierungskritische Zeitung Zaman. In: Spiegel Online. 4. März 2016, abgerufen am 9. Juni 2018.
  6. Justiz: BND-Chef widerspricht Ankara: Gülen-Bewegung steckt nicht hinter Putschversuch. In: Die Welt. 18. März 2017 (welt.de [abgerufen am 15. März 2019]).
  7. Yuriko Wahl-Immel: Gülen-Bewegung: Wie Erdogan Einfluss auf Schulen nimmt. welt.de, 31. Juli 2017, abgerufen am 5. August 2017; Website der Stiftung.