Freie Wähler (Partei)

Freie Wähler
Partei­vorsitzender Hubert Aiwanger
General­sekretär Gregor Voht
Stell­vertretende Vorsitzende Manfred Petry
Engin Eroglu
Sylvia Rolke
Kerstin Haimerl-Kunze
Joachim Streit
Bundes­geschäfts­führer Arnold Hansen
Bundes­schatz­meisterin Christa Hudyma
Gründung 24. Januar 2009
Gründungs­ort Würzburg
Haupt­sitz Mühlenstraße 13
27777 Ganderkesee
Jugend­organisation Junge Freie Wähler (JFW)
Aus­richtung Gesellschaftspolitischer Konservatismus
Bürgerlicher Liberalismus
Regionalismus
Direkte Demokratie
Farbe(n) Blau, Orange
Bundestagssitze
0/630
Sitze in Landtagen
41/1891
Staatliche Zuschüsse 3.242.760,21 Euro (2025)
Mitglieder­zahl 8.700 (Stand: Februar 2025)
Mindest­alter 14 Jahre
Europaabgeordnete
3/96
Europapartei Europäische Demokratische Partei (EDP)
EP-Fraktion Renew Europe (RE)
Website www.freiewaehler.eu

Die Freien Wähler (Eigenschreibweise FREIE WÄHLER) sind eine politische Partei in Deutschland. Zur Unterscheidung von anderen Organisationen gleichen Namens wird sie auch als Bundesvereinigung Freie Wähler bezeichnet.

Die Bundesvereinigung wurde im Januar 2009 gegründet. Sie entstand aus der Mitte des Bundesverbands der Freien Wähler, eines Dachverbands kommunaler Wählergruppen. Ihre Ausrichtung wird als „liberal-konservativ“ bezeichnet, wobei ein Schwerpunkt auf dem Ausbau der kommunalen Selbstverwaltung liegt.

Die Freien Wähler sind seit 2008 im Bayerischen Landtag und seit 2021 im Landtag Rheinland-Pfalz vertreten. Seit 2018 sind die Freien Wähler an der Bayerischen Staatsregierung beteiligt und stellen mit Hubert Aiwanger, der gleichzeitig auch Bundesvorsitzender ist, den stellvertretenden Bayerischen Ministerpräsidenten. Überregional war die Partei ab 2014 im Europäischen Parlament mit Ulrike Müller vertreten, 2019 wurde außerdem Engin Eroglu gewählt. Seit der Wahl 2024 sitzen mit Eroglu, Joachim Streit und Christine Singer drei Abgeordnete für die Partei im Parlament, die dort der liberalen Fraktion Renew Europe angehören. Auf europäischer Ebene sind die Freien Wähler Mitglied der Europäischen Demokratischen Partei (EDP). Bei der Bundestagswahl 2021 erreichte die Partei mit 2,4 % der gültigen Zweitstimmen ihr bislang bestes Ergebnis, womit sie zur stärksten außerparlamentarischen Oppositionspartei in Deutschland wurde.

Die brandenburgische BVB/Freie Wähler gehört nicht zur Partei Freie Wähler, kooperiert aber mit ihr. Die in Baden-Württemberg kommunal stark verankerten Freien Wähler haben hingegen keinerlei personelle, organisatorische oder inhaltliche Verbindungen zur gleichnamigen Bundespartei.

Die Partei hat 8700 Mitglieder (Stand: Anfang 2025).

  1. Bundesvorsitzender. Abgerufen am 25. August 2022.
  2. Sandra Plümer: FREIE WÄHLER. 2. September 2021, abgerufen am 25. August 2022.
  3. Lisa Peyer, Jörg Hebenstreit, Dr. Tim Niendorfer: FREIE WÄHLER. 15. August 2022, abgerufen am 25. August 2022.
  4. Lisa Peyer: Freie Wähler. In: Parteien in Deutschland. Bundeszentrale für politische Bildung, abgerufen am 6. April 2019.
  5. Festsetzung der staatlichen Mittel für das Jahr 2025. Deutscher Bundestag, 31. Januar 2026, abgerufen am 1. März 2026.
  6. 1 2 Tom Höpfner: Freie Wähler. Bundeszentrale für politische Bildung, 6. Februar 2025, abgerufen am 10. Juni 2025.
  7. Oskar Niedermayer (Hrsg.): Handbuch Parteienforschung. Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2013, ISBN 978-3-531-18932-1, S. 649.
  8. Vertretung. In: wahlen2021.rlp.de. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 15. Mai 2021; abgerufen am 25. August 2022.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  9. Ergebnisse Bundestagswahl 2021. In: bundeswahlleiter.de, abgerufen am 30. September 2021.
  10. maz-online.de (Memento vom 2. September 2019 im Internet Archive)
  11. Fabian Siegel: Freie Wähler in Baden-Württemberg fürchten Imageschaden durch Aiwanger. In: tagesschau.de. 7. September 2023, abgerufen am 19. Oktober 2023.