Grądówko
| Grądówko | ||
|---|---|---|
| ? | ||
| Basisdaten | ||
| Staat: | Polen | |
| Woiwodschaft: | Ermland-Masuren | |
| Powiat: | Elbląg | |
| Gmina: | Godowo | |
| Geographische Lage: | 54° 2′ N, 19° 49′ O | |
| Einwohner: | ||
| Postleitzahl: | 14-407 | |
| Telefonvorwahl: | (+48) 55 | |
| Kfz-Kennzeichen: | NEB | |
| Wirtschaft und Verkehr | ||
| Straße: | Surowe/DW 527 ↔ Grądki (osada)–Grądki | |
| Eisenbahn: | kein Bahnanschluss | |
| Nächster int. Flughafen: | Danzig | |
Grądówko (deutsch Klein Thierbach) ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Er gehört zur Gmina Godkowo im Powiat Elbląski.
Grądówko liegt im Nordwesten der Woiwodschaft Ermland-Masuren, elf Kilometer südöstlich der Stadt Pasłęk bzw. 29 Kilometer südöstlich der Kreismetropole Elbląg.
Das einstige Klein Thierbach war ein Gutsdorf. Im Jahre 1785 wurde es als ein „adlig Dorf“ mit 41 Feuerstellen genannt. Im Jahre 1820 zählte es 55 Einwohner.
Am 28. Mai 1874 wurde der Gutsbezirk Klein Thierbach in den neu errichteten Amtsbezirk Nauten (heute polnisch Nawty) eingegliedert, der zum ostpreußischen Kreis Preußisch Holland im Regierungsbezirk Königsberg gehörte. Am 18. August 1881 wurde das Dorf in den Amtsbezirk Quittainen umgegliedert. Im Jahre 1885 zählte Klein Thierbach 61 Einwohner, im Jahre 1910 waren es 41.
Klein Thierbach verlor am 30. September 1928 seine Eigenständigkeit, als es zusammen Gutsbezirk Groß Thierbach (Grądki) und der Quittainer Exklave Groß Thierbacher Wald in die Landgemeinde Groß Thierbach eingemeindet wurde.
Als 1945 das gesamte südliche Ostpreußen in Kriegsfolge an Polen abgetreten wurde, erhielt Klein Thierbach die polnische Namensform „Grądówko“. In den ersten Nachkriegsjahren war der Ort noch existent, bis er offiziell nicht mehr genannt und wohl im Nachbarort Grądki aufgegangen ist. Seine durchaus noch bestehende Ortsstelle befindet sich im Gebiet der Gmina Godkowo im Powiat Elbląski innerhalb der Woiwodschaft Ermland-Masuren.
Bis 1945 war Klein Thierbach in den Sprengel Groß Thierbach der vereinigten evangelischen Kirchengemeinden Groß Thierbach-Quittainen in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union, außerdem in die römisch-katholische Pfarrei St. Josef in Preußisch Holland eingegliedert. Heute gehört es zu Pasłęk (evangelisch) bzw. zu Grądki als Filialkirche der Pfarrei Rogajny (katholisch).
Grądówko liegt an einer Nebenstraße, die bei Surwowe von der Woiwodschaftsstraße 527 (frühere deutsche Reichsstraße 133) abzweigt und über Grądki (osada) bis nach Grądki verläuft. Eine Bahnanbindung besteht nicht.
- ↑ Dietrich Lange: Klein Thierbach, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005)
- 1 2 3 GenWiki: Klein Thierbach
- 1 2 Rolf Jehke: Amtsbezirk Nauten/Quittainen
- ↑ Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 471