Höllentalbahn (Schwarzwald)

Freiburg (Breisgau) Hbf–Donaueschingen
Ein Doppelstockzug von DB Regio bei der Einfahrt ins Höllental (Oktober 2011)
Die Höllentalbahn quert den Schwarzwald von Westen nach Osten
Streckennummer (DB):4300
Kursbuchstrecke (DB):727
Kursbuchstrecke:303f (1946)
303h (Neustadt (Schwarzwald)
– Kappel-Gutachbrücke 1946)

303k (Hüfingen – Donaueschingen 1946)
Streckenlänge:76,219 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Streckenklasse:D4
Stromsystem:bis 1960 20 kV 50 Hz ~ (Freiburg–
Neustadt)
; heute 15 kV 16,7 Hz ~
Maximale Neigung: 57,8 
Minimaler Radius:200 m
Zahnstangensystem:Bissinger-Klose (bis 1933)
Streckengeschwindigkeit:100 km/h
Steilstreckenabschnitte:
Bergfahrt: 70 km/h
Talfahrt: Reisezüge,
einzeln fahrende Triebfahrzeuge: 50 km/h
Güterzüge, Nebenfahrzeuge: 30
 km/h
Zweigleisigkeit:Freiburg Hbf–Freiburg-Wiehre
von Mannheim
von Colmar
−1,52 Freiburg (Breisgau) Hbf 268 m
Dreisam
Freiburg Pressehaus (geplant)
0,00 Nullkilometer seit 1934
nach Basel
0,90 Loretto-Tunnel (514 m)
1,90 Sternwald-Tunnel (302 m)
Freiburg-Wiehre (bis 1934)
2,50 Freiburg-Wiehre (ab 1934) 280 m
Ende der Neutrassierung von 1934
4,10 Waldsee
5,72 Freiburg-Littenweiler 317 m
7,40 Kappelertal
11,00 Kirchzarten 392 m
13,90 Himmelreich 455 m
16,90 Falkenstein-Tunnel (72 m)
17,20 Unterer Hirschsprung-Tunnel (121 m)
17,50 Oberer Hirschsprung-Tunnel (69 m)
18,20 Hirschsprung 559 m
Beginn Zahnstange (bis 1933)
19,10 Kehre-Tunnel (203 m)
Ende Zahnstange (bis 1933)
20,60 Posthalde 657 m
Beginn Zahnstange (bis 1933)
22,20 Höllsteig 740 m
Ravennabrücke (224 m / 144 m)
22,80 Ravenna-Tunnel (47 m / 85 m)
23,10 Finsterrank-Tunnel (248 m)
23,80 Löffeltal-Tunnel (82 m)
Ende Zahnstange (bis 1933)
25,40 Hinterzarten 885 m
Scheitelpunkt 893 m
29,30 Titisee 858 m
nach Seebrugg
32,30 Hölzlebruck
34,90 Neustadt (Schwarzw) 805 m
Gutachtalbrücke (Bundesstraße 31)
39,10 Kappel Gutachbrücke 787 m
nach Bonndorf
Gutachbrücke
41,60 Finsterbühl-Tunnel (166 m)
42,40 Hörnle-Tunnel (220 m)
42,90 Setze-Tunnel (104 m)
43,80 Kapf-Tunnel (203 m)
45,90 Rötenbach (Baden) 831 m
50,90 Löffingen 804 m
53,20 Reiselfingen-Seppenhofen
56,30 Bachheim 754 m
58,70 Unadingen 748 m
63,10 Dögginger Tunnel (535 m)
64,00 Döggingen
67,70 Hausen vor Wald 717 m
70,40 Hüfinger Tunnel (15 m)
von Bräunlingen (ursprünglich Furtwangen)
72,10 Hüfingen Mitte (ehemals Hüfingen Bf)
73,70 Donaueschingen-Allmendshofen
nach und von Singen
74,70 Donaueschingen 677 m
nach Offenburg

Quellen:

Die Höllentalbahn ist eine elektrifizierte Eisenbahnstrecke im Schwarzwald von Freiburg im Breisgau durch das Höllental nach Donaueschingen. Die Strecke steigt dabei von 268 m ü. NN in Freiburg auf 885 m ü. NN in Hinterzarten bei einer Streckenlänge von 25,5 Kilometern. Die größtenteils eingleisige und als Hauptbahn klassifizierte Strecke weist im Abschnitt Himmelreich–Hinterzarten Steigungen bis 57,8 ‰ auf. Damit ist sie die steilste Hauptbahn Deutschlands.

Der Abschnitt Freiburg–Neustadt (Schwarzw) ist seit dem 18. Juni 1936 elektrifiziert; dies, sowie die Tatsache, dass der Verkehr im weiteren Verlauf bis Donaueschingen stets deutlich geringer war, führte dazu, dass die Strecke früher keine betriebliche Einheit mehr darstellte. Mit der Einstellung des Kleber-Expresses Ende 2003 endete zunächst die letzte umsteigefreie Verbindung zwischen Freiburg und Donaueschingen. Im Rahmen des Projektes „Breisgau-S-Bahn 2020“ wurde bis zum Jahr 2019 der noch fehlende Abschnitt elektrifiziert, um durchgehende Züge von Breisach über Freiburg, Neustadt und Donaueschingen bis nach Villingen zu ermöglichen.

Die Höllentalbahn in ihrer Gesamtheit ist als raumbedeutsames Kulturdenkmal in der Region Südlicher Oberrhein eingestuft.

  1. DB GeoViewer – Infrastrukturregister: Objekt 275618. Deutsche Bahn, abgerufen am 23. September 2025. Vorlage:Cite web: Der Parameter language wurde bei wahrscheinlich fremdsprachiger Quelle nicht angegeben.
  2. 1 2 Die maximale Steigung von 57,8 ‰ liegt im Streckenabschnitt zwischen Hirschsprung und Hinterzarten auf Höhe von km 22,8 beim Ravenna-Tunnel. Vgl. Streckennummer 4300, Abschnitt Hirschsprung – Hinterzarten, Steigungsprofil. In: Infrastrukturregister: Streckenmerkmale – Streckenneigung. DB InfraGO, abgerufen am 21. November 2024.
  3. 1 2 Besondere Vorschriften über das Bremsen; Steilstrecke Hirschsprung–Hinterzarten. (PDF) Richtlinie 465.0001A03. In: Richtlinien des betrieblich-technischen Regelwerks der Nutzungsbedingungen Netz (NBN) 2025. DB InfraGO AG, 15. November 1997, abgerufen am 29. Oktober 2024.
  4. STREDA – Gesamtstreckenverzeichnis der DB AG; Stand: 1. Februar 2003.
  5. Höllentalbahn Ost. In: Breisgau-S-Bahn 2020 – Strecken. REGIO-VERBUND GmbH, 8. Juni 2016, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 4. Dezember 2016; abgerufen am 30. Oktober 2024.
  6. Regionalverband Südlicher Oberrhein, Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart (Hrsg.): Raumbedeutsame Kulturdenkmale in der Region Südlicher Oberrhein. 2. Auflage. Freiburg und Esslingen am Neckar Juli 2021, S. 139, urn:nbn:de:bsz:boa-227020 (rvso.de [PDF; 135,0 MB; abgerufen am 30. Oktober 2024]).