Jörn Steuding
Jörn Steuding (* 10. März 1969 in Bad Orb) ist ein deutscher Mathematiker, der sich mit Zahlentheorie befasst.
Jörn Steuding studierte ab 1991 Mathematik an der Leibniz-Universität Hannover mit dem Diplom 1995 und war danach dort Assistent von Georg Johann Rieger in Hannover, bei dem er 1999 promovierte (On simple zeros of the Riemann zeta function). Danach war er bis 2004 Assistent von Wolfgang Schwarz und Jürgen Wolfart an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, an der er sich 2004 habilitierte. Anschließend war er bis 2006 Ramon y Cajal Stipendiat an der Universidad Autónoma de Madrid. Seit 2006 ist er Professor für Zahlentheorie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg.
Er befasst sich mit Zeta- und L-Funktionen (Nullstellenverteilung, Universalitätseigenschaften, Random Matrix Theory, Selberg-Klasse (nach Atle Selberg), Zetafunktionen von Adolf Hurwitz und Paul Epstein), Diophantischer Analysis (Diophantische Approximationen, Diophantische Gleichungen, abc-Vermutung, Kettenbrüche), Modulformen und Elliptische Kurven (unter anderem deren Gruppenordnung bei Reduktion modulo p), algebraischer Zahlentheorie (arithmetisch äquivalente Zahlkörper, effektiver Tschebotarjowscher Dichtigkeitssatz, Artinsche Vermutung – siehe Emil Artin) und Primzahltests und Faktorisierungsalgorithmen.
Er war Herausgeber der Mathematischen Semesterberichte. Er veröffentlichte auch in Spektrum der Wissenschaft.
- ↑ Jörn Steuding: On simple zeros of the Riemann zeta-function. Dissertation. 1999 (PDF).
- ↑ Jörn Steuding im Mathematics Genealogy Project (englisch)