King-Crane-Kommission
Die King-Crane-Kommission, offiziell die Interalliierte Kommission für Mandate in der Türkei (englisch: Inter-Allied Commission on Mandates in Turkey), war eine 1919 von US-Präsident Woodrow Wilson entsandte Untersuchungskommission, die die politische Stimmung in Syrien (mit dem heutigen Libanon), Palästina und angrenzenden Gebieten nach dem Ersten Weltkrieg erfassen sollte. Vorsitzende waren der Oberlin-College-Rektor Henry Churchill King und der Geschäftsmann Charles R. Crane. Die Kommission legte im August 1919 einen Bericht mit Empfehlungen zur Mandatsregelung und Siedlungspolitik vor. Die Kommission legte ihren Bericht im August 1919 der Pariser Friedenskonferenz vor, der die Errichtung einer großsyrischen Monarchie in der Region empfahl, beruhend auf den Wünschen der lokalen Bevölkerung. Da die Arbeit der Kommission von Anfang an durch das Sykes-Picot-Abkommen zwischen Frankreich und Großbritannien und deren kolonialistische Bestrebungen untergraben wurde, war die Zukunft der Region zum Zeitpunkt der Fertigstellung des Berichts allerdings bereits weitgehend entschieden.