Kurfürstentum Württemberg


Territorium im Heiligen Römischen Reich
Kurfürstentum Württemberg
Wappen
Alternativnamen Kurwürttemberg
Entstanden aus Herzogtum Württemberg
Herrschaftsform Monarchie
Herrscher/
Regierung
Kurfürst Friedrich
Reichstag 2 Virilstimmen auf der weltlichen Bank im Reichsfürstenrat (und 3 weitere Stimmen gemäß nicht ratifiziertem § 32 RDHS)
Hauptstädte/
Residenzen
Stuttgart
Dynastien Haus Württemberg
Konfession/
Religionen
lutherisch und römisch-katholisch
Aufgegangen in Königreich Württemberg 1806

Das Kurfürstentum Württemberg (in zeitgenössischen Verträgen auf französisch l'Électorat de Wurtemberg), auch Kurwürttemberg, war eine kurzlebige staatliche Formation im Übergang vom alten Herzogtum zum neuen Königreich Württemberg. Dieses Kurfürstentum im Südwesten des Heiligen Römischen Reiches bestand in den Jahren von 1803 bis 1806. Die Kurwürde war wirksam seit dem 28. April 1803 mit dem Inkrafttreten des Reichsdeputationshauptschlusses (RDHS), als Herzog Friedrich II. gemäß § 31 eine der vier neu vergebenen Kurwürden erhielt. Zudem wurde in § 6 als Ausgleich für verlorene linksrheinische Territorien das von ihm regierte Gebiet deutlich vergrößert und die Einwohnerzahl damit erhöht. Nach der Unterzeichnung der Rheinbundakte am 20. Juli 1806 folgte der Austritt aus dem Heiligen Römischen Reich am 1. August 1806. Damit ist die württembergische Kurwürde obsolet geworden. Bereits am 1. Januar 1806 hatte der Kurfürst von Württemberg mit Zustimmung Kaiser Napoleons die Königswürde angenommen.

  1. Ina Ulrike Paul: Integration durch Reform - Württembergs Weg aus dem Alten Reich zum modernen Staat. 2006, S. 352
  2. Paul Sauer: Der schwäbische Zar. Friedrich - Württembergs erster König. Stuttgart 1984, S. 255