Die Leipzig war eine Gedeckte Korvette, bzw. ab 1884 Kreuzerfregatte, der deutschen Kaiserlichen Marine, die 1877 in Stettin gebaut und 1921 in Wilhelmshaven abgewrackt wurde. Ihr Name bezog sich nicht auf die Stadt Leipzig, sondern auf die Völkerschlacht bei Leipzig von 1813. Sie war an zahlreichen Unternehmungen der deutschen Kolonialpolitik beteiligt sowie ein Instrument deutscher Kanonenbootpolitik. Von 1888 bis 1892 war sie das Flaggschiff des Permanenten Kreuzergeschwaders. Sie war das Typschiff der Leipzig-Klasse, zu der weiterhin noch die Prinz Adalbert gehörte.
Nach dem Deutsch-Französischen Krieg startete die neu gegründete Kaiserliche Marine ein Expansionsprogramm zur Stärkung der Flotte. Die beiden Korvetten der Leipzig- Klasse wurden im Rahmen des Flottenplans von 1873 bestellt, der insgesamt zwanzig ungepanzerte Korvetten vorsah, von denen zwölf bereits in Betrieb oder im Bau waren. Die Schiffe sollten als Flottenaufklärer und auf ausgedehnten Einsatzfahrten in überseeischen Interessensgebieten des deutschen Kaiserreichs Dienst tun. Der Stapellauf der Leipzig war am 13. September 1875 und am 1. Juni 1877 folgte die Indienststellung. Als Hauptbewaffnung verfügte das Schiff über eine Batterie von zwölf 17-cm-Ringkanonen und dazu über ein vollständiges Segelrigg, um die ebenfalls vorhandene Dampfmaschine auf langen Einsatzfahrten in Übersee zu ergänzen. Bei einem späteren Umbau wurden außerdem vier 35-cm-Torpedorohre installiert.
Die Leipzig unternahm während ihrer Karriere drei große Einsatzfahrten nach Übersee, die sie jedes Mal um den Planeten herum führten. Die erste ging von Ende 1878 bis Ende 1880 als Schulschiff zunächst nach Westindien, später westlich über den Pazifik nach Japan und von dort zurück nach Europa. Bei der zweiten Reise von Ende 1882 bis Ende 1884 ging es zunächst erneut auf der westlichen Route nach Ostasien und dann über Westafrika, wo das Schiff an der Inbesitznahme der dortigen deutschen Kolonien beteiligt war, zurück. Die dritte Reise erfolgte ab Mitte 1888 zunächst nach Ostafrika, dann über Asien östlich in die Südsee und nach Südamerika. Von dort ging es erneut nach Afrika und Ostasien, bevor das Schiff bis 1893 die Heimreise nach Europa antrat.
Nachdem die Leipzig nach Deutschland zurückgekehrt war, wurde entschieden, dass der Umbau in ein Schulschiff zu kostspielig wäre und das Schiff wurde lediglich noch als Hulk genutzt und erst 1921 verschrottet.