Likud

Likud
ליכוד
Partei­vorsitzender Benjamin Netanjahu
Gründung 1973 (als Bündnis)
1988 (als Partei)
Hauptsitz „Metzudat Ze’ev“, 38 King George Street, Tel Aviv-Jaffa, Israel
Ausrichtung Nationalkonservatismus
Rechtspopulismus
Rechtsnationalismus
Rechtskonservatismus
Illiberalismus
Konservatismus
Wirtschaftsliberalismus
Zionismus
Religiöser Zionismus
historisch:
Nationalliberalismus
Revisionistischer Zionismus
Farbe(n) Blau
Sitze Knesset
32 / 120 (26,7 %)
(2022)
Mitglieder­zahl 137.000 (2022)
Internationale Verbindungen Internationale Demokratische Union
Europapartei EKR (Globaler Partner),
Patriots.eu (Beobachter)
Parteiflagge
Website www.likud.org.il

Der Likud (hebräisch ליכוד „Zusammenschluss“; vollständiger Name הליכוד – תנועה לאומית ליברלית, Umschrift HaLikud – Tnu'ah Leumit Liberalit „Likud – Nationalliberale Bewegung“) ist die größte rechts stehende Partei in Israel. Sie ging aus einem 1973 gebildeten Block von Parteien hervor, die sich 1988 zur Likud-Partei zusammenschlossen. Seit 1977 stellte sie die meiste Zeit den israelischen Ministerpräsidenten. Ursprünglich nationalkonservativ, wandelte sie sich unter der langjährigen Führung Benjamin Netanjahus zu einer rechtspopulistischen Partei, die stark auf die Person ihres Vorsitzenden zugeschnitten ist.

Der Likud steht heute für einen exklusiven Nationalismus und eine Hinwendung zur illiberalen Demokratie. Obwohl traditionell säkular, koaliert er seit 1977 regelmäßig mit religiösen Parteien und verfügt über eine große orthodoxe und konservativ-traditionalistische Wählerschaft. Ökonomisch ist die Partei wirtschaftsliberal ausgerichtet, betreibt aber eine pragmatische und teilweise klientelistische Sozialpolitik. Außenpolitisch vertritt der Likud eine harte Linie gegenüber regionalen staatlichen und nichtstaatlichen Gegnern, die durch militärische Stärke und Präventivschläge abgeschreckt werden sollen. Im Nahostkonflikt lehnt er eine Zweistaatenlösung ab, fördert den Siedlungsbau und befürwortet Annexionen im Westjordanland.