Margaret Sanger

Margaret Higgins Sanger (geboren 14. September 1879 in Corning, New York; gestorben 6. September 1966 in Tucson, Arizona) war eine US-amerikanische Krankenschwester und Frauenrechtlerin. Sie war eine Aktivistin der Bewegung für Geburtenkontrolle und Zwangssterilisation und begründete 1921 die American Birth Control League, aus der 1942 die Organisation Planned Parenthood (deutsch Geplante Elternschaft) und später auch die deutsche Pro Familia hervorgingen, bei der sie Gründungsmitglied war. Sie war außerdem Gründungsmitglied der International Planned Parenthood Federation (IPPF), deren Präsidentin sie mehrere Jahre blieb.

In den USA war und ist sie eine umstrittene Persönlichkeit, die einerseits als Vorreiterin für das Recht der Frauen auf Empfängnisverhütung gefeiert wird, andererseits jedoch nicht zuletzt wegen ihres Einsatzes für die Zwangssterilisation und Eugenik als problematisch eingeschätzt wird.

  1. Vgl. Sanger: The Eugenic Value of Birth Control Propaganda, Birth Control Review, Oktober 1921: “The potential mother is to be shown that maternity need not be slavery but the most effective avenue toward self-development and self-realization. Upon this basis only may we improve the quality of the race.”
  2. Sangers „Birth Control Propaganda“ wurde von Rockefeller jr. und ihrem zweiten Mann J. Noah Slee finanziert. Vgl. Angela Franks: Margaret Sanger’s Eugenic Legacy. The Control of Female Fertility, Jefferson und London 2005, S. 39.
  3. The Margaret Sanger Papers Project. In: nyu.edu. New York University, abgerufen am 13. Dezember 2025 (englisch).
  4. „‘Imbeciles’ and ‘Illiberal Reformers’“, in: New York Times, 14. März 2016.