Marokkanische Küche

Die marokkanische Küche bezeichnet die Koch- und Essgewohnheiten aus Marokko.

Aufgrund seiner geographischen Gegebenheiten ist Marokko großen Wetterextremen ausgesetzt, dennoch erhält das Land genug Regen, um seine Grundnahrungsmittel anzubauen (Weizen, Mais, Gemüse, Kräuter und Früchte) und die Tierhaltung sicherzustellen. Die indigene Bevölkerung Marokkos sind die Berber, auf deren Küche ihre verschiedenen Eroberer, vor allem aber seit dem 7. Jahrhundert die Araber, Einfluss nahmen. Fernöstliche Gewürze wie Zimt, Kumin, Safran, Ingwer und Kümmel, sowie Honig, Zucker und Früchte – frische oder getrocknete – übernahmen die Berber zum Würzen ihrer Tajinen von den Arabern, was heute die typisch feine süße Schärfe der marokkanischen Küche ausmacht. Die süß-saure Note hingegen ist ein persischer Einschlag, der auch über die Araber kam.

Als Teil der Mittelmeerküche wurde die marokkanische Küche 2013 in die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen, ebenso im Jahr 2020 der Couscous.

  1. Mediterranean diet. UNESCO Intangible Cultural Heritage, 2013.
  2. Knowledge, know-how and practices pertaining to the production and consumption of couscous UNESCO Intangible Cultural Heritage, 2020.