Métro Paris
| Métro de Paris | |
|---|---|
| Gummibereifter Zug der Baureihe MP 14 in der Station Châtelet der Linie 14 | |
| Basisdaten | |
| Ortslage | Paris, Frankreich |
| Betreiber | RATP |
| Eröffnung | 19. Juli 1900 |
| Netz | |
| Linien | 16 (+4 Linien im Bau) |
| Streckenlänge | 245,6 km (+162,5 km im Bau) |
| Stationen | 321 (+46 im Bau) |
| Fahrgastzahl | 1,48 Mrd. pro Jahr (2024) |
| Technik | |
| Fahrzeugtypen | MP 73, MP 89, MP 05, MP 14; MF 67, MF 77, MF 88, MF 01, MF 19 |
| Spurweite | 1435 mm |
| Stromsystem | 750 V = Stromschiene |
Die Métro Paris, auf Deutsch in der Regel Pariser Métro genannt, auf Französisch le métro (parisien), ist das U-Bahn-System der französischen Hauptstadt Paris. Der Name ist eine Kurzform der Bezeichnung Chemin de fer métropolitain (wörtlich: Metropoleneisenbahn). Der Betreiber der Pariser Métro ist die RATP.
Die erste Linie der Pariser Métro wurde am 19. Juli 1900 anlässlich der Weltausstellung von Paris eröffnet und war nach London (1863), Liverpool (1893), Budapest und Glasgow (beide 1896) die fünfte U-Bahn der Welt.
Das Netz ist mit 245,6 Kilometern Gesamtlänge und 405 Haltepunkten in 321 Stationen, die von insgesamt sechzehn voneinander unabhängigen Linien bedient werden, eines der größten der Welt. Charakteristisch sind die hohe Netzdichte innerhalb der Stadt und die geringen Abstände zwischen den einzelnen Stationen – im Schnitt rund 500 Meter. Rein rechnerisch benutzen etwa 4,3 Millionen Menschen pro Tag die Pariser Métro.
Die seit den 1970er Jahren als Ergänzung des Métronetzes ausgebauten fünf RER-Linien (Réseau express régional d’Île-de-France) verlaufen innerstädtisch ebenfalls unterirdisch, jedoch mit größeren Haltestellenabständen; mit RER-Zügen werden täglich 2,7 Millionen Fahrgäste vor allem in die Vororte transportiert – auf einem Streckennetz von 608 Kilometern mit 252 Haltepunkten (Stand 2024). Die RER-Linien werden teils von der französischen Eisenbahngesellschaft SNCF, teils von der RATP betrieben. Die Transilien-Vorortzüge der SNCF binden mit weiteren neun Linien und einem Streckennetz von 1110 Kilometern mit 257 Bahnhöfen weitere Vororte der 12,6 Millionen Einwohner zählenden Hauptstadtregion Île-de-France ans Zentrum an. Die wiederum von der RATP betriebene Straßenbahn Île-de-France vervollständigt das Netz mit 15 Linien, die auf 196,6 Kilometern 283 Stationen bedienen. Schließlich ergänzen etwa 1500 RATP-Buslinien mit einem Streckennetz von etwa 25.000 Kilometern das Netz des öffentlichen Personennahverkehrs in der Île-de-France. Der Bahnhof Châtelet-Les Halles, in dem sich fünf Métrolinien und drei RER-Linien kreuzen, ist einer der größten unterirdischen Bahnhöfe der Welt. Métro und RER bedienen auch den Fernbahnhof Gare du Nord, den weltweit meistfrequentierten Bahnhof außerhalb Asiens.
Mit dem Grand Paris Express, der seit 2015 in Bau ist und vier neue Linien sowie die Verlängerung von zwei bestehenden Métrolinien vorsieht (mit 200 neuen Streckenkilometern und 71 Stationen), soll sich die Länge allein des Métronetzes bis 2030 verdoppeln. Während das Métronetz ursprünglich nur bis an den Rand der Kernstadt reichte und RER die Vororte an das Zentrum anbinden sollte, soll der Grand Paris Express bessere Verbindungen um Paris herum gewährleisten. Die ersten Strecken des Grand Paris Express, die Verlängerung der Métrolinie 14 nach Norden und Süden, gingen am 24. Juni 2024 in Betrieb.
- ↑ Le Parisien: Transports en commun à Paris : un record de voyages dans le métro depuis le Covid (französisch) https://www.leparisien.fr/info-paris-ile-de-france-oise/transports/transports-en-commun-a-paris-un-record-de-voyages-dans-le-metro-depuis-le-covid-26-04-2025-4L5B46RGFZHFXPYUCBCE7EREJA.php (französisch), abgerufen am 26. April 2025.