Molsidomin
| Strukturformel | ||||||||||||||||||||||
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| Mesomere Grenzstrukturen | ||||||||||||||||||||||
| Allgemeines | ||||||||||||||||||||||
| Freiname | Molsidomin | |||||||||||||||||||||
| Andere Namen |
N-(Ethoxycarbonyl)-3-(4-morpholinyl)-sydnonimin | |||||||||||||||||||||
| Summenformel | C9H14N4O4 | |||||||||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||||||||||||||
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| Arzneistoffangaben | ||||||||||||||||||||||
| ATC-Code |
C01DX12 | |||||||||||||||||||||
| Wirkstoffklasse | ||||||||||||||||||||||
| Wirkmechanismus |
Gefäßerweiterung durch Abspaltung von Stickstoffmonoxid | |||||||||||||||||||||
| Eigenschaften | ||||||||||||||||||||||
| Molare Masse | 242,2 g·mol−1 | |||||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest | |||||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
140–141 °C | |||||||||||||||||||||
| pKS-Wert |
3,0 | |||||||||||||||||||||
| Löslichkeit |
wenig löslich in Wasser, löslich in verdünnter Salzsäure | |||||||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | ||||||||||||||||||||||
Molsidomin (WHO-Bezeichnung: Molsidominum; englisch: Molsidomine, Synonym: Morsydomine) gehört zur Gruppe der nicht-enzymatischen Stickstoffmonoxiddonatoren. Dieses Medikament setzt Stickstoffmonoxid (NO) frei und führt damit zu einer Gefäßdilatation mit Senkung der Wandspannung der Koronargefäße (Herzkranzgefäße), es wird daher zur Behandlung der Angina pectoris bei koronarer Herzkrankheit und zur Behandlung einer akut dekompensierten Herzinsuffizienz eingesetzt.
Molsidomin wurde erstmals 1970 von Koichi Masuda bei Takeda synthetisiert. Im selben Jahr beobachtete Kenzo Kikuchi die blutdrucksenkende und antianginöse Wirkung. Molsidomin gehört zur Gruppe der sogenannten Sydnoniminen. Dieser Wirkstoff wird heutzutage nur noch selten eingesetzt.
- ↑ The Merck Index. An Encyclopaedia of Chemicals, Drugs and Biologicals. 14. Auflage. 2006, ISBN 0-911910-00-X, S. 1076–1077.
- 1 2 Eintrag zu Molsidomin. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 16. Juli 2019.
- 1 2 Datenblatt Molsidomine bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 10. April 2011 (PDF).
- ↑ Günter Thiele, Heinz Walter (Hrsg.): Reallexikon der Medizin und ihrer Grenzgebiete. Verlag Urban & Schwarzenberg, Loseblattsammlung 1966–1977, 5. Ordner (Membra–R-Zellen-Adenom), München / Berlin / Wien 1973, ISBN 3-541-84005-6, S. M 175.
- ↑ Bundesärztekammer (BÄK), Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF): Nationale Versorgungsleitlinie Chronische Herzinsuffizienz – Langfassung. 2017; Version 2.
- ↑ Wolf-Dieter Müller-Jahncke, Christoph Friedrich, Ulrich Meyer: Arzneimittelgeschichte. 2., überarb. und erw. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 2005, ISBN 3-8047-2113-3, S. 163.
- ↑ Hubert Mörl: Gefäßkrankheiten in der Praxis. 2. Auflage, Edition Medizin, Weinheim / Deerfield Beach (Florida) / Basel 1984, ISBN 3-527-15096-X, S. 112.