New Hampshire

New Hampshire
Flagge Siegel
Liste der Bundesstaaten
Hauptstadt: Concord
Staatsmotto: Live free or die (Lebe frei oder stirb)
Amtssprache: Englisch
Fläche: 24.216 km²
Einwohner: 1.377.529 (Zensus 2020) (57 E. / km²)
Mitglied seit: 21. Juni 1788
Zeitzone: Eastern: UTC−5/−4
Höchster Punkt: 1.917 m (Mount Washington)
Durchschn. Höhe: 305 m
Tiefster Punkt: 0 m Atlantischer Ozean
Gouverneur: Kelly Ayotte (R)
Post / Amt / ISO NH / / US-NH
Karte von New Hampshire

New Hampshire ([nuː ˈhæmpʃɚ]  AE / [njuː ˈhæmpʃə] BE) ist ein Bundesstaat der Vereinigten Staaten in der Region Neuengland. Im Westen grenzt er an den Bundesstaat Vermont, im Osten an Maine, im Süden an Massachusetts und im Norden an die kanadische Provinz Québec. Bei einer Fläche von 24.216 km² zählt der Bundesstaat etwa 1,3 Mio. Einwohner; damit ist er der siebtkleinste Staat nach Fläche und der zehntkleinste nach Bevölkerung. Der überwiegende Teil der Einwohner lebt im Süden des Bundesstaats, der Norden ist von Mittelgebirgen geprägt. Die Hauptstadt ist Concord mit fast 43.000 Einwohnern, die größte Stadt ist Manchester mit 110.000. Der Bundesstaat wird wegen seiner Steinbrüche auch The Granite State („Granit-Staat“) genannt.

Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung reichen über 10.000 Jahre zurück. Die große Mehrheit der Bevölkerung ist europäischer Abstammung, Indianer gibt es seit den 1740er Jahren nur noch vereinzelt. Kontakte mit Europäern führten ab den 1630er Jahren zu starken Bevölkerungsverlusten unter den Ureinwohnern, vor allem durch Pockenepidemien, schließlich trieben Kämpfe mit Irokesen und Engländern die Überlebenden nach Maine und Kanada.

Seit 1629 trat England als Kolonialmacht auf, die Kolonie wurde nach dem englischen Hampshire benannt. Nach den Grundsätzen des englischen Feudalismus wurde das Land vergeben und Siedler angesetzt. In den Jahren 1641 bis 1679 gehörte New Hampshire zu Massachusetts, unterstand darauf für etwas über ein Jahrzehnt dem König unmittelbar und kam von 1691 bis 1741 erneut zu Massachusetts, dessen Gouverneure für den nördlichen Nachbarn zuständig wurden.

Im Jahr 1776 gründete New Hampshire als erste Kolonie eine Regierung, verabschiedete eine Verfassung und wurde mit den neu gegründeten Vereinigten Staaten unabhängig. Im Jahr 1808 wurde Concord seine Hauptstadt. In den Jahren 1832 bis 1835 bestand eine unabhängige Republik an der kanadischen Grenze, Großbritannien gab seine Ansprüche erst 1836 auf. Von der Industrialisierung und dem Bürgerkrieg profitierte der Bundesstaat ökonomisch, doch mit der Weltwirtschaftskrise brachen wesentliche Industriezweige zusammen. Erst die Anbindung an den Wirtschaftsraum Boston brachte neue wirtschaftliche Impulse vor allem in den Süden von New Hampshire. In dieser Zeit wurde der Bundesstaat zu einem Zentrum der Textil-, Schuh- und Papierherstellung. Die Amoskeag Manufacturing Company in Manchester war die größte Baumwolltextilfabrik der Welt. Französisch-Kanadier bildeten den bedeutendsten Zustrom von Einwanderern, und ein Viertel der Einwohner New Hampshires hat französisch-amerikanische Vorfahren. Seit 1950 hat sich die Wirtschaft diversifiziert und umfasst nun Finanzdienstleistungen, Immobilien, Bildung, Transport und Hightech, wobei die Produktion immer noch über dem US-Durchschnitt liegt.

New Hampshire gehört zu den reichsten und am besten ausgebildeten Bundesstaaten. Es ist einer von neun Bundesstaaten ohne Einkommenssteuer und erhebt keine Steuern auf Verkäufe, Kapitalerträge oder Erbschaften, während es sich zur Finanzierung des Bildungswesens stark auf lokale Grundsteuern stützt; folglich gehört die Steuerlast des Bundesstaates zu den niedrigsten des Landes. New Hampshire ist einer der am wenigsten religiösen Bundesstaaten und bekannt für seine libertär geprägte politische Kultur; es ist einer der am wenigsten liberalen Bundesstaaten Neuenglands. Die Republikanische Partei von New Hampshire hat seit 2017 eine Dreifachmehrheit in der Landesregierung inne, mit Ausnahme der Jahre 2019 und 2020, während die Demokratische Partei die Mehrheit auf Bundesebene im Kongress innehat. New Hampshire ist der einzige Bundesstaat, der eine Frau als Gouverneurin und Frauen als beide US-Senatoren hat.

Mit seinem bergigen und dicht bewaldeten Gelände verfügt New Hampshire über einen wachsenden Tourismussektor, dessen Schwerpunkt auf Freizeitaktivitäten liegt. Der Bundesstaat beherbergt einige der höchsten Skigebiete an der Ostküste und ist ein beliebtes Ziel für Wintersportler. Der Mount Monadnock gehört zu den meistbestiegenen Bergen der Welt. Der White Mountain National Forest umfasst den größten Teil des Appalachian Trail zwischen Vermont und Maine und verfügt über die Mount Washington Auto Road, auf der Besucher bis zum Gipfel des 1.917 Meter hohen Mount Washington fahren können.

  1. US Census Bureau: State Area Measurements and Internal Point Coordinates. Abgerufen am 13. August 2025 (englisch).
  2. Concord city, New Hampshire, 2013–2017 American Community Survey 5-Year Estimates. In: U.S. Census Bureau. 2018, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 14. Februar 2020; abgerufen am 11. März 2019 (englisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  3. VisitNH : State Facts. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 14. Oktober 2010; abgerufen am 13. August 2025.
  4. Economy by Industry in N.H. and U.S. Abgerufen am 13. August 2025 (englisch).
  5. Explore Census Data. Abgerufen am 13. August 2025.
  6. Ben Jacobs: The politics of New Hampshire, America’s quirkiest state, explained. Vox Media, LLC, 13. Oktober 2022, abgerufen am 16. August 2025.
  7. Party control of New Hampshire state government. Abgerufen am 13. August 2025 (englisch).