Russischer Militäreinsatz in Syrien

Russischer Militäreinsatz in Syrien
Teil von: Bürgerkrieg in Syrien

Russische Suchoi Su-25 auf dem Militärflugplatz Hmeimim in Latakia
Datum September 2015 bis heute
Ort Stationiert in Marinebasis Tartus und auf Militärflugplatz Hmeimim
Ausgang Niederlage; Sturz des Assad-Regimes
Folgen Abzug der russischen Streitkräfte aus Syrien
Konfliktparteien

Syrien Regierung

Verbündete:

Unterstützt von:

Syrien 1961 Rebellenmilizen

Unterstützt von:



Israel Israel (Luftangriffe gegen Regierungstruppen und Hisbollah)


Mit dem russischen Militäreinsatz dem Kampfeinsatz der Streitkräftegruppierung Russlands in Syrien – griff die Russische Föderation seit September 2015 vor allem mit Luftangriffen auf Seiten der bis Dezember 2024 bestehenden Regierung Syriens unter Präsident Assad in den Syrienkrieg ein.

Der Feldzug (englisch campaign, russisch кампания) der Streitkräftegruppierung Russlands verhalf der syrischen Armee zur Zurückgewinnung großer Teile des Staatsterritoriums und dadurch die Regierung zu stabilisieren.

Der Militäreinsatz galt für Russland auch politisch als erfolgreich, weil die Russische Föderation damit wieder auf Augenhöhe mit den USA handeln konnte. Als wesentlicher Erfolg des militärischen Eingreifens durch Russland galt der Machterhalt der Regierung von Präsident Assad.

Das Eingreifen in den Bürgerkrieg war geprägt durch eine Kriegführung, die wenig Rücksicht auf die Zivilbevölkerung nahm, bzw. sogar ganz bewusst zivile Ziele wie Wohngebiete, Schulen und Krankenhäuser angriff. Die russische Luftwaffe flog systematische Angriffe auf syrische Städte, um die Moral ihrer Bewohner zu brechen. Sogenannte humanitäre Korridore seien lediglich eingerichtet worden, um nach einer Frist umso massivere Angriffe durchzuführen, in denen jeder verbliebene Zivilist als legitimes Ziel gegolten habe.

  1. Maxim Kireev: Russland und Syrien: In Syrien ist Putin gescheitert. In: Die Zeit. 9. Dezember 2024, ISSN 0044-2070 (Online [abgerufen am 12. Dezember 2024]).
  2. Insight: Battered by war, Syrian army creates its own replacement, Reuters 21. April 2013
  3. Dietrich Alexander: Videomaterial: Irans Soldaten kämpfen für Assad in Syrien. In: Die Welt. 13. September 2013, abgerufen am 25. November 2015.
  4. Dardanellen-Meerenge: Waffenschiff aus Nordkorea für Syrien gestoppt. In: Die Welt. 27. August 2013, abgerufen am 25. November 2015.
  5. Bill Roggio: Chechen al Qaeda commander, popular Saudi cleric, and an Ahrar al Sham leader spotted on front lines in Latakia. In: The Long War Journal, 27. März 2014.
  6. Patrick J. McDonnell, W.J. Hennigan, Nabih Bulos: Russia launches airstrikes in Syria amid U.S. concern about targets. In: Los Angeles Times. latimes.com, 30. September 2015, abgerufen am 3. Februar 2016 (englisch).
  7. Russian Intervention in Syrian War Has Sharply Reduced U.S. Options, 10. Februar 2016 (englisch). 
  8. Putin left important military tasks 'unfinished' in Syria, and it shows that he is ‘at the top of his game’, 21. März 2016 (englisch). „"Analysts have been scrambling to make sense of Putin’s curveball, particularly in light of how effective Russia’s campaign has been in bolstering Assad’s Syrian Arab Army and regaining territory from rebels on behalf of the regime."“ 
  9. Welche Interessen verfolgt Russland in Syrien? – Moskaus Unterstützung Baschar Al-Assads ist eine klare Kosten-Nutzen-Kalkulation, DGAP, 14. September 2015
  10. deutschlandfunk.de: Kriegsstrategie – Militärisches Vorgehen Russlands in Syrien: eine „Blaupause“ für den Ukraine-Krieg? Abgerufen am 22. Mai 2022.