Wutachtalbahn

Lauchringen–Hintschingen
Streckennummer (DB):4403
Kursbuchstrecke (DB):743, 12737
Kursbuchstrecke:304d (1946)
Streckenlänge:61,484 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Streckenklasse:B2 (Lauchringen–Weizen)
A (Weizen–Blumberg-Zollhaus)
B2 (Blumberg-Zollhaus–Hintschingen)
Maximale Neigung: 10 
Minimaler Radius:280 m
Streckengeschwindigkeit:80 km/h
von Basel
0,00 Lauchringen (ehem. Oberlauchringen) 348 m ü. NHN
0,10 B 314
0,20 nach Konstanz
0,27 Eigentumsgrenze DB InfraGO / Stadt Blumberg
1,00 B 34n / A 98 (seit 2022)
3,20 Horheim 373 m
5,28 Wutöschingen 393 m
7,40 Ofteringen 398 m
9,00 B 314
9,67 Eggingen (ehem. Untereggingen) 410 m
13,70 Stühlingen-Eberfingen 434 m
16,80 Stühlingen (seit 2021) 450 m
17,44 Stühlingen (bis 2004 / 2021)
Übergang zur StSS nach Schaffhausen (bis 1964)
455 m
19,90 ehem. proj. nach Bonndorf (Schwarzwald)
20,00 Weizen Sto (seit 2025) 471 m
20,20 B 315
20,40 Weizen 472 m
21,90 B 314
22,60 B 314
23,60 Lausheim-Blumegg (ehem. Im Weiler) 502 m
24,30 Weiler Kehrtunnel (1205 m)
25,70 Wutach-Brücke (108 m)
27,20 Grimmelshofer Tunnel (225 m)
27,80 Grimmelshofen 539 m
28,30 Tunnel in der Kleinen Stockhalde (86 m)
28,50 Großer Stockhalde-Kreiskehrtunnel (1700 m)
32,40 Fützener Viadukt (153 m), B 314
37,30
37,50
Wutachblick
Tunnel am Achdorfer Weg (540 m)
622 m
33,40
36,30
Fützen / B 314 587 m
35,00 ehem. B 314
40,80 Epfenhofen 655 m
41,10 Epfenhofener Viadukt (264 m)
42,40
43,40
ehem. B 314 / Biesenbach-Viadukt (253 m)
44,00 Buchbergtunnel (805 m)
45,80 B 27
45,97 Blumberg-Zollhaus
(ehem. Zollhaus-Blumberg), Scheitelpunkt
702 m
50,40 Blumberg-Riedöschingen 692 m
53,90 Leipferdingen 690 m
54,20 Geisingen-Leipferdingen (seit 2004) 690 m
56,50 Geisingen-Aulfingen (bis 2004 Aulfingen) 684 m
58,80 Geisingen-Kirchen (seit 2004?) 674 m
59,70 Geisingen-Hausen (bis 2004 Kirchen-Hausen) 671 m
60,10 A 81
61,10 Donau (62 m)
61,45 Eigentumsgrenze Stadt Blumberg / DB InfraGO
von Offenburg
61,48 Hintschingen (Abzw) 662 m
nach Singen

Quellen:

Die Bahnstrecke Lauchringen–Hintschingen ist eine 61,7 Kilometer lange, normalspurige und durchgehend eingleisige Eisenbahnstrecke in Südwestdeutschland, die durch den Naturpark Südschwarzwald führt. Sie verbindet den Bahnhof Lauchringen, vormals Oberlauchringen genannt, an der Hochrheinbahn mit der Abzweigstelle Hintschingen, wo sie in die Schwarzwaldbahn einmündet.

Weil sie im ersten Streckendrittel bis zum Bahnhof Weizen – welches zugleich der älteste Abschnitt ist – dem Fluss Wutach folgt, wird die Strecke auch als Wutachtalbahn bezeichnet. Dem kurvenreichen Verlauf des Mittelabschnitts und speziell dem Kreiskehrtunnel in der Stockhalde verdankt sie wiederum die Bezeichnung Sauschwänzlebahn respektive Sauschwänzlesbahn. Der nördliche Streckenabschnitt ab dem Bahnhof Blumberg-Zollhaus wird nach dem Fluss Aitrach auch Aitrachtalbahn genannt.

Den Bau der Strecke hat maßgeblich das Militär vorangetrieben. Die 1890 durchgehend eröffnete Strecke sollte als strategische Bahn, umgangssprachlich auch Kanonenbahn genannt, einem möglichen weiteren Krieg gegen Frankreich dienen, das 1870/1871 besiegt worden war. Der Personenverkehr wurde zunächst abschnittsweise von 1967 bis 1976 eingestellt. Auf dem Mittelabschnitt Weizen–Blumberg-Zollhaus wird seit 1977 eine inzwischen überregional bekannte Museumsbahn betrieben, die bis 2006 über zwei Millionen Fahrgäste beförderte. Auf dem nördlichen Abschnitt besteht seit 2004 mit dem Ringzug wieder ein im Taktfahrplan betriebenes Angebot im Schienenpersonennahverkehr. Das für die Gesamtstrecke zuständige Eisenbahninfrastrukturunternehmen ist die Bahnbetriebe Blumberg GmbH & Co. KG, ein Tochterunternehmen der Stadtwerke Blumberg.

Am 8. September 2014 wurde die Strecke von der Bundesingenieurkammer als Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland ausgezeichnet.

  1. 1 2 3 4 Die Tunnel der „Sauschwänzlebahn“. In: sauschwaenzlebahn.de. Bahnbetriebe Blumberg, abgerufen am 13. August 2023.
  2. Eisenbahnatlas Deutschland (digital). Schweers + Wall, 2008.
  3. DB InfraGO AG: Infrastrukturregister. In: geovdbn.deutschebahn.com. Abgerufen am 15. Dezember 2024.
  4. Zwei Millionen Besucher erleben im historischen Dampfzug eine unvergessliche Fahrt von Blumberg nach Weizen (Memento vom 17. Dezember 2012 im Webarchiv archive.today), Stadtwerke Schramberg, abgerufen am 4. Juni 2012.
  5. Impressum der Bahnbetriebe Blumberg. 2014, abgerufen am 11. Mai 2014.
  6. Die Sauschwänzlebahn wird Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst. Bundesingenieurkammer, archiviert vom Original am 5. Dezember 2014; abgerufen am 7. September 2014.