Scheldetalbahn

Dillenburg–Wallau (Lahn)
Streckennummer (DB):3721
Kursbuchstrecke (DB):366 (1987)
Kursbuchstrecke:166a (1934)
194a (1946)
Streckenlänge:32,5 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Maximale Neigung:Adhäsion 60 
Zahnstange 60 
Zahnstangensystem:Abt
von Cölbe
32,50 Wallau (Lahn)
(bis 2001 Bahnhof)
296 m
32,30 Abzweig
32,20 B 62 / B 253
32,10 nach Kreuztal
31,71 Lahn
31,46 Hammerweiher-Graben
31,21 Brückenstraße
31,13 Breidenstein Hp
31,01 Goldbergstraße
30,66 Anst. Seibel & Reitz
30,10 Holzverladestelle Breidenstein
29,42 Wiesenbach Hp
29,41 Streckenende (seit 2002)
29,39 Kreisstraße 108
29,22
29,21
Boxbach,
Gleisende (seit 2004)
29,10 Anst. Christmann & Pfeifer
28,90 Perf (2004 verlegt und
Bahndamm durchbrochen)
28,54 Grünbrücke (bis 2004 Perfdurchlass)
28,00 Breidenbach (bis 1987 PV,
dann Werksbahnhof Buderus Guss)
27,4 1991–2002 Streckenende
27,3 Kreisstraße 107
26,3 B 253
25,5 Perf
24,5 Wolzhausen 331 m
23,5 Quotshausen Hp
21,9 Niedereisenhausen
(1987–1991 Streckenende)
21,8 L 3331
21,6 L 3042
19,5 Gönnern
17,5 Viadukt Frechenhausen
17,3 L 3288
17,1 Frechenhausen Hp 429 m
15,3 Lixfeld Hp
15,1 Stahlkastenbrücke Lixfeld (L 3042)
13,4 Hirzenhain
Beginn Zahnstange (bis 1925)
13,1 Scheitelpunkt 501,5 m
13,0 L 3043
12,1 L 3042
9,3 Herrnberg
Ende Zahnstange
351 m
8,0 Nikolausstollen Hp
(1872–1911 Streckenende)
7,9 Grube Königszug Abzw
Augustusstollen
Handstein
Grube Prinzkessel
5,5 L 3363
5,4 Oberscheld Ort Hp 267 m
5,3 Abzweig Anschlussbahn
4,8 Oberscheld Hochofen Hp
Abzweig Anschlussbahn
4,5 Oberscheld-Hochofen
2,6 Viadukt Niederscheld
2,4 Anst. Schelder Hütte
2,1 Niederscheld Nord Hp
1,3 Adolfshütte Hp
1,1 Anst. Isabellenhütte
1,0 Anschluss Adolfshütte
0,8 (Bw) Streckenende vom Gbf
0,5
0,4
Verbindungskurve / von Wetzlar
0,0 Dillenburg Gleise 9 und 10
(Wallau / Ewersbach) abgebaut
−0,3 L 3362
−1,3 nach Siegen
nach Ewersbach

Die Scheldetalbahn (auch Schelde-Lahn-Bahn oder scherzhaft Hamburg–Gönnern–Genua, im Hinterländer Platt auch Grinnsches Lies'che) ist eine ehemalige Nebenbahn, die von Dillenburg über Gönnern und Breidenbach nach Wallau/Lahn führte und zur Erschließung des Lahn-Dill-Gebietes erbaut wurde. Sie führte von Wallau zunächst flussaufwärts durch die Täler der Perf und ihres Nebenflusses Gansbach, um schließlich – nach der Überquerung der Wasserscheide zwischen Oberer Lahn und Dill – flussabwärts über eine zunächst mit Zahnstange betriebene Steilstrecke der namensgebenden Schelde zu folgen.

Eröffnet wurde 1872 zunächst der untere Teil der Strecke als Stichbahn von der Dillstrecke zur Oberschelder Hütte. Die Fortsetzung bis an die Obere Lahntalbahn folgte erst 1911. Der Niedergang der Strecke begann in den 1960er-Jahren, die Einstellung von Personen- und Güterverkehr erfolgte schrittweise bis 2001. Von der ursprünglichen Strecke ist heute noch ein knapp drei Kilometer langer Restabschnitt am oberen Ende zwischen Wallau und dem Haltepunkt Wiesenbach erhalten. Dieser verläuft entlang des Perfstausees und wird daher umgangssprachlich auch „Perfstauseebahn“ genannt. Er wird ausschließlich zum Abtransport von Holzstämmen genutzt, allerdings wird dort ein neuer Güterumschlagplatz geplant (siehe Abschnitt „Zukunft“).

  1. Abgeordnete wollen Bahn erhalten. VRM Mittelhessen, 3. April 2019, abgerufen am 18. August 2022: „Die Biedenkopfer Stadtverordneten wollen die Schelde-Lahn-Bahn und die Holzverladestelle erhalten.“
  2. Die Schelde-Lahn-Bahn / Die Lok im Wasser. In: geocashing.com. 19. Dezember 2010, abgerufen am 18. August 2022.
  3. Mark Adel: Der Retter der Dampflok-Legende in Gönnern. In: mittelhessen.de. VRM Mittelhessen GmbH & Co KG, 7. Februar 2023, abgerufen am 14. April 2023.
  4. Günther Bäumner: Stadt Breidenstein: Chronik und Ortsbuch. Hrsg.: Trachtentanz- und Brauchtumsgruppe der Stadt Breidenstein e. V. 1. Auflage. Breidenstein 2010, ISBN 978-3-00-032219-8.