Schnellfahrstrecke Hannover–Berlin

Schnellfahrstrecke Hannover–Berlin
Streckennummer (DB):1730 (Hannover–Lehrte)
6107 (Lehrte–Oebisfelde)
6185 (Oebisfelde–Berlin-Spandau)
6109 (B-Spandau–B-Charlottenburg,
B-Charlottenburg–B Ostbahnhof)
Kursbuchstrecke (DB):301, 349
Streckenlänge:256,2 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Stromsystem:15 kV 16,7 Hz ~
Minimaler Radius:4400 m
Streckengeschwindigkeit:250 km/h
Zugbeeinflussung:PZB, LZB
Bundesländer: Niedersachsen, Sachsen-Anhalt,
Brandenburg, Berlin
0,0 Hannover Hbf
16,1
239,3
Lehrte
Wolfsburg-Fallersleben
Weddeler Schleife von Braunschweig
180,9 Wolfsburg Hbf
~178 Beginn SFS 250 km/h
167,3
267,9
Oebisfelde
238.7 Gardelegen (Üst)
216,8 Beginn Südumfahrung Stendal
(105,1) Stendal Hbf
198,8 Ende Südumfahrung Stendal
Elbebrücke Hämerten (810 m)
Havel (230 m)
170,9 Rathenow
166,0 Beginn Trappenschutzgebiet
165,6 Abzw Bamme Stammstrecke
148,5 Abzw Ribbeck Stammstrecke
148,0 Ende Trappenschutzgebiet
(18,5) Berlin-Staaken
118,0 Ende SFS 250 km/h
von Hamburg
112,7
18,3
Berlin-Spandau
zum Hbf (tief)
(siehe Hamburger Stadtbahnanschluss und Berliner Stadtbahn)
9,0 Berlin Zoologischer Garten
5,4 Berlin Hbf (seit 2006), Nord-Süd-Fernbahn
0,0 Berlin Ostbf

Kilometer-Angaben in Klammern beziehen sich
auf die Stammstrecke der Berlin–Lehrter Bahn.

Die Schnellfahrstrecke Hannover–Berlin verbindet auf einer Länge von 256,2 Kilometern die niedersächsische Landeshauptstadt Hannover mit der deutschen Bundeshauptstadt Berlin. Die Fahrzeit beträgt in der schnellsten Verbindung 1 Stunde 40 Minuten.

Nach zähen Verhandlungen zwischen der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) und der Bundesrepublik Deutschland (BRD) in den späten 1980er Jahren wurde der Bau der Strecke 1990 beschlossen und begann erst nach dem Ende der Deutschen Teilung 1991. Die Strecke wurde offiziell am 15. September 1998 eröffnet und ist seit dem 20. September 1998 in Betrieb. Das Gesamtprojekt Hannover–Berlin mit Sanierung und Ausbau der Lehrter Bahn wurde nach dem Ende der Deutschen Teilung als Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 4 im Bundesverkehrswegeplan geführt. Die Kosten der Neu- und Ausbaustrecken betrugen rund 5,1 Milliarden DM (rund 2,6 Milliarden Euro, Preisstand: 1990er Jahre).

Die Strecke ist Teil des Kernnetzes der Transeuropäischen Verkehrsnetze.

  1. Winfried Hanslmeier, Armin Keppel, Heinz Pfaff: Schnellbahnverbindung Hannover–Berlin. Technische Grundsätze, Standards und Anforderungsprofile. In: Die Bundesbahn. Nr. 9, 1990, ISSN 0007-5876, S. 859–862.
  2. Verordnung (EU) Nr. 1315/2013 über Leitlinien der Union für den Aufbau eines transeuropäischen Verkehrsnetzes und zur Aufhebung des Beschlusses Nr. 661/2010/EU, S. 50.