Talg

Talg oder Unschlitt (von mittelhochdeutsch unslit, mundartlich auch Inselt, Unselt, Inschelt) oder Eingeweidefett, lateinisch sebum, ist aus geschlachteten Wiederkäuern und anderen Paarhufern gewonnenes festes Fett. Es handelt sich um eine gelblich-weiße Masse von höherer Konsistenz und geringerer Viskosität als die halbfesten schmierigen Fette, die früher eher als „Schmer“ oder „Schmalz“ bezeichnet wurden. Talg enthält hauptsächlich Triglyceride mit gesättigten Fettsäuren gerader Anzahl von Kohlenstoff-Atomen; es kommen jedoch auch veresterte Fettsäuren mit ungerader C-Zahl wie die Pentadecansäure (C15) und die Margarinsäure (C17) in den Triglyceriden vor.

Die größte wirtschaftliche Bedeutung hat Rindertalg, der nahezu den gesamten Talgbedarf deckt. Geringere Mengen anderer Talgsorten wie etwa Hammeltalg oder Hirschtalg können jedoch ebenfalls Verwendung finden.

  1. Fettsäuren und Triacylglycerine. In: via medici: leichter lernen - mehr verstehen. Thieme, abgerufen am 12. Dezember 2024.
  2. FETTE UND ÖLE. (PDF, 86KB) In: ichemlab.at. Technische Universität Wien, abgerufen am 12. Dezember 2024.
  3. Gundolf Keil: Die „Cirurgia“ Peters von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes (= Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm. Band 2). Stadtarchiv, Ulm 1961 (zugleich Philosophische Dissertation Heidelberg 1960: Peter von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes), S. 479 (Anmerkungen zu vnslit).