Davenport

Der Schreckenstein Meyer’s Universum, oder Abbildung und Beschreibung des Sehenswerthesten und Merkwürdigsten der Natur und Kunst auf der ganzen Erde. Einundzwanzigster Band (1860) von Friedrich Hofmann
Davenport
West-Point
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DAVENPORT
(IOWA)

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Davenport.




Mit diesem sinkenden Sonnenblick auf Wasser, Wald. und Stadt scheiden wir von den verführerischen Gestaden des Mississippi: es ist das letzte Blatt aus der Mappe unseres Zeichners, die letzte Perle aus dem Geschmeide, mit dem unser Buch den „Vater der Ströme“ geschmückt hat.

Davenport ist eine der jüngsten Ansiedelungen des fernen Westens, welche den Rang und das Prädikat einer Stadt beanspruchen. Noch 1837 umgaben diesen Theil der Ufer die Begräbnißplätze und Opferstätten der Sac- und Fox-Indianer und zeitweilig die Hütten abenteuernder Pioniere und Squatters. Ein Dolmetscher jener halbwilden Stämme, Le Clair, erhielt um diese Zeit von seiner Regierung ein Geschenk von zwei Quadratmeilen Landes, welches er an der Stelle unseres Bildes wählte und darauf, seinem Gefährten Davenport zu Ehren, die Stadt auslegte. Jetzt ist es ein wegen seines fruchtbaren Bodens, seines milden Klima’s und seiner lieblichen Umgebung namentlich von unseren Landsleuten aufgesuchter und rasch prosperirender Platz, mit Dampfboot- und Eisenbahn-Station, eigenen englischen und deutschen Zeitungen und allen Erfordernissen städtischen Lebens und Komforts. Es zählte 1858 über 4000 Einwohner.