Benoît Mandelbrot

Benoît B. Mandelbrot (* 20. November 1924 in Warschau; † 14. Oktober 2010 in Cambridge, Massachusetts) war ein französisch-US-amerikanischer Mathematiker.

Mandelbrot leistete Beiträge zu einem breiten Spektrum mathematischer Probleme, insbesondere in der theoretischen Physik, der Finanzmathematik und der Chaosforschung. Am bekanntesten aber wurde er als Vater der fraktalen Geometrie. Er beschrieb die Mandelbrot-Menge und prägte den Begriff „fraktal“. Mandelbrot trug selbst stark zur Popularisierung seiner Arbeiten bei, indem er Bücher schrieb und Vorlesungen hielt, die für die Allgemeinheit bestimmt waren.

Mandelbrot verbrachte die meiste Zeit seiner Karriere am Thomas J. Watson Research Center, der zentralen Forschungseinrichtung von IBM, wo er die Position eines IBM Fellows innehatte. Später wurde er Sterling Professor für Mathematik (Mathematical Sciences) an der Yale University. Er war ferner wissenschaftlicher Mitarbeiter am Pacific Northwest National Laboratory, der Universität Lille I, dem Institute for Advanced Study und dem Centre national de la recherche scientifique. Mandelbrot lebte bis zu seinem Tode in den Vereinigten Staaten.

  1. Jascha Hoffmann: Benoît Mandelbrot, Novel Mathematician, Dies at 85. In: The New York Times. 16. Oktober 2010 (online [abgerufen am 11. April 2013] Mandelbrot benutzte für seinen ersten Vornamen keinen Akzent. Die Initiale B. wählte er selbst, doch steht sie nicht als Mittelname).
  2. Benoît Mandelbrot, Novel Mathematician, Dies at 85. In: The New York Times. 16. Oktober 2010, abgerufen am 18. Oktober 2010 (englisch).