Königreich Böhmen

Das Königreich Böhmen (tschechisch České království, lateinisch Regnum Bohemiae) war eine Monarchie auf dem heute tschechischen Gebiet der historischen Region Böhmen in Mitteleuropa. Es war von seiner Gründung 1198 bis 1806 ein Teil des Heiligen Römischen Reiches und bildete das Kerngebiet der ihm zugehörigen Krone Böhmen. Diese Länder bildeten ab 1526 den nordwestlichen Teil der Habsburgermonarchie und hatten Prag als königliche Hauptstadt.

Das Königreich entstand im Jahr 1198, als die böhmischen Herrscher aus dem Geschlecht der Přemysliden die Königswürde erlangten. Im 14. Jahrhundert erlebte es unter dem Haus Luxemburg eine Blütezeit, auf welche die Hussitenkriege folgten. Nach dem Ende der Regentschaft der Jagiellonen konnten sich im Jahr 1526 die Habsburger dauerhaft die Krone Böhmen sichern. 1804 wurde Böhmen im Kaisertum Österreich zu einem Kronland erhoben, das wie schon zuvor von der Dynastie des Hauses Habsburg regiert wurde. Am Ende des Ersten Weltkriegs und dem darauffolgenden Zerfall Österreich-Ungarns ging das Gebiet am 31. Oktober 1918 in der neu gegründeten Tschechoslowakei auf.