Quaestio (Rechtsgeschichte)

Quaestio (lateinisch für Suche, Befragung, Vernehmung, Quästion) war im römischen Recht ein schwurgerichtliches (öffentliches) Strafverfahren. Nach Anklageerhebung durch den Gerichtsmagistraten (regelmäßig dem Prätor) wurden die Geschworenen (consilium) aus der Richterliste ausgewählt, der Richter oder die Richterbank, die dann im Sinne der vom Prätor erlassenen Prozessformel über Schuld oder Nichtschuld des Angeklagten entschieden.

  1. Wolfgang Kunkel, Martin Schermaier: Römische Rechtsgeschichte, 14. Auflage. UTB 2225, Köln/Wien 2005, § 4. Das öffentliche Strafverfahren, S. 81–93 (85 f.).