Schlacht bei Königgrätz

Schlacht bei Königgrätz
Teil von: Deutscher Krieg

Schlacht von Königgrätz (Gemälde von Georg Bleibtreu)
Datum 3. Juli 1866
Ort Sadowa, Maslowed, Chlum in Böhmen
Ausgang entscheidender Sieg der Preußen
Konfliktparteien

Preussen Konigreich Preußen

Osterreich Kaisertum Österreich
Königreich Sachsen Sachsen

Befehlshaber

Preussen Konigreich Helmuth von Moltke
Preussen Konigreich Kronprinz Friedrich Wilhelm von Preußen
Herwarth von Bittenfeld

Osterreich Kaisertum Ludwig von Benedek
Königreich Sachsen Albert von Sachsen

Truppenstärke

221.000 Soldaten
702 Kanonen

215.000 Soldaten (22.000 Sachsen)
650 Kanonen

Verluste

1.929 Tote
276 Vermisste
6.948 Verwundete
940 Pferde

5.658 Tote
7.410 Vermisste
7.574 Verwundete
22.170 Gefangene
6.000 Pferde
116 Kanonen

Die Schlacht bei Königgrätz am 3. Juli 1866 nahe der böhmischen Stadt Königgrätz war die Entscheidungsschlacht im Deutschen Krieg. Die Preußische Armee besiegte die Armeen Österreichs und Sachsens. In einem Gelände von etwa zehn Kilometern Breite und fünf Kilometern Tiefe bekämpften sich über 400.000 Soldaten in einer verlustreichen Schlacht. Zentren der Kämpfe bildeten die strategisch wichtigen Hügel Svíb bei Maslowed und Chlum bei Schestar. Durch den Sieg wurde Preußen Führungsmacht in Deutschland, und Kanzler Otto von Bismarck setzte damit die kleindeutsche Lösung durch. Die Schlacht gilt als einer der Wegbereiter für die Deutsche Reichsgründung 1871. In mehreren Sprachen wird die Schlacht nach dem Dorf Sadowa benannt, insbesondere in Frankreich, wo sie als politische Niederlage wahrgenommen wurde und der Ruf „Rache für Sadowa!“ aufkam.

  1. 1 2 Eric Dorn Brose: German history, 1789–1871. From the Holy Roman Empire to the Bismarckian Reich. Berghahn, Providence 1997, ISBN 1-57181-056-0, S. 342.