Schnelle Havel
| Schnelle Havel | ||
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Schnelle Havel bei Schweizerhütte nahe Malz | ||
| Daten | ||
| Lage | Landkreis Oberhavel, Brandenburg, Deutschland | |
| Flusssystem | Elbe | |
| Abfluss über | Havel → Elbe → Nordsee | |
| Ursprung | Abzweigung vom Voßkanal in Zehdenick 52° 58′ 38″ N, 13° 20′ 35″ O | |
| Mündung | oberer Endpunkt desjenigen Abschnitts der Havel, der Teil der Havel-Oder-Wasserstraße istKoordinaten: 52° 44′ 27″ N, 13° 15′ 19″ O 52° 44′ 27″ N, 13° 15′ 19″ O
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| Länge | > 25 km | |
Als Schnelle Havel wird die Havel im weitesten Sinne von Zehdenick bis Neu-Friedrichsthal oder bis unterhalb von Oranienburg bezeichnet. Sie durchfließt das gleichnamige Naturschutzgebiet.
Ursprünglich wurde diese Bezeichnung nur für den rechten Arm in der Verzweigung der Havel zwischen Liebenwalde und Kreuzthal in der Oberen Havelniederung (Distanz in Luftlinie Nord-Süd etwa 4,5 km), gebraucht. Der linke Arm war die heute nicht mehr existierende Faule Havel (träge Havel). An deren Stelle befinden sich heute der südliche Teil des Voßkanals, der Malzer Kanal (Ost) und ein Teil der Havel-Oder-Wasserstraße. Als Alternative zu Havel (ohne Zusatz) hat sich eingebürgert, nicht nur den verbliebenen Havelarm, sondern auch das Havelstück oberhalb davon ab Zehdenick und das Stück unterhalb davon bis Neu-Friedrichsthal oder bis südlich von Oranienburg in den Namen Schnelle Havel einzubeziehen. Über diese gesamte Strecke wird diese im erweiterten Sinne sogenannte Schnelle Havel von Schifffahrtskanälen begleitet und ist von Zehdenick bis Neu-Friedrichsthal naturbelassen (zahlreiche Mäander).
- 1 2 Hans-Joachim Uhlemann: Berlin und die Märkischen Wasserstraßen, transpress, Berlin 1987, S. 43, Bild 4.15
- ↑ Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV), 100 Jahre Havel-Oder-Wasserstraße, 2014, S. 7: Anweisung des Kurfürsten Joachim Friedrich 1604: » … einen schiffbaren Wassergraben zwischen der Faulen Havel bei Liebenwalde und dem Möllensee oberhalb von Schöpfurth zu bauen und von da an die Finow schiffbar zu machen« (beim Wassergraben handelt es sich um den heute Langer Trödel genannten Teil des Finowkanals)
- ↑ Die Havel-Oder-Schifffahrt fand ursprünglich auf der Faulen Havel - insbesondere flußabwärts - statt. Von ihr ausgehend wurde der in Richtung Oder führende Finowkanal angelegt. Heute gibt es nur noch einen kleinen Rest vom Anfang der Faulen Havel bis zum Voßkanal. Nach dem Auftreffen auf den Voßkanal ist sie nur noch ein schmaler Graben, der diesen und den Malzer Kanal bis zur Schleuse Liebenwalde begleitet. Ein kurzes Stück der ehemaligen Faulen Havel existiert auch noch als totes Gewässer neben der Havel-Oder-Wasserstraße.