Deutsche Volksmärchen aus Schwaben

Deutsche Volksmärchen aus Schwaben ist eine Märchensammlung von Ernst Heinrich Meier und erschien 1852 in Stuttgart.

Meiers Vorrede zum Buch führt aus, wie Schwaben in Sagen- und Märchensammlungen bisher fast völlig fehle. Er habe nur wiedergeben wollen, was er gehört habe, und auf Ergänzungen verzichtet. Er geht noch auf die Abgrenzung von Märchen und Sagen ein.

Die 90 Texte sind einfach und kurz, manchmal sehr kurz erzählt. Einige Titel entsprechen schon damals bekannten Grimms Märchen: Nr. 30 Die Brautschau, Nr. 35 Der Schneider im Himmel, Nr. 37 Das tapfere Schneiderlein, Nr. 40 Der Arme und der Reiche, Nr. 62 Bruder Lustig, Nr. 64 Die drei Handwerksburschen. Auch Nr. 41 Der Müller Hildebrand ähnelt Grimms Der alte Hildebrand, Nr. 49 Die drei Raben Grimms Die sieben Raben. Nr. 4 Aschengrittel und Nr. 43 Eschenfidle sind Aschenputtel-Varianten. Nr. 54 Der lustige Ferdinand oder der Goldhirsch und Nr. 72 Der König Auffahrer des Meers entstammen anscheinend Johann Wilhelm Wolfs 1851 erschienenen Werk Deutsche Hausmärchen. Zum Ende stehen einige Reimgeschichten. Der abschließende Anmerkungsteil nennt den Herkunftsort jedes Textes, ähnliche Fassungen etwa bei Grimm, Asbjørnsen, Schott. Vereinzelt versucht Meier, Motive mythologisch herzuleiten.

Die Brüder Grimm nennen Meier in den Anmerkungen zu vielen ihrer Märchen (KHM 3, 21, 24, 25, 27, 29, 32, 35, 36, 40, 46, 47, 49, 57, 60, 64, 65, 71, 80, 81, 88, 95, 96, 100, 104, 115, 120, 142, 152, 155, 159, 166, 192).