Oregon

Oregon
Flagge Siegel
Liste der Bundesstaaten
Hauptstadt: Salem
Staatsmotto: Alis volat propriis (lat. „Sie fliegt mit ihren eigenen Flügeln“)
Amtssprache: de jure: keine
de facto: Englisch
Fläche: 254.805 km²
Mitglied seit: 14. Februar 1859
Zeitzone: Pacific: UTC−8/−7
Mountain: UTC−7/−6
Höchster Punkt: 3425 m (Mount Hood)
Durchschn. Höhe: 1.005 m
Tiefster Punkt: 0 m (Pazifikküste)
Gouverneurin: Tina Kotek (D)
Post / Amt / ISO OR / / US-OR
Karte von Oregon
Geographische Karte Oregons

Oregon (englische Aussprache [ˈɔrɪɡən] ) ist ein Bundesstaat im Nordwesten der Vereinigten Staaten von Amerika und Teil der Region Pazifischer Nordwesten, sowie einer von nur drei Westküstenstaaten. Er grenzt im Norden entlang des Columbia Rivers an Washington, während der Snake River einen Großteil der östlichen Grenze zu Idaho bildet. Im Süden bildet der 42. nördliche Breitengrad die Grenzen zu Kalifornien und Nevada, und im Westen grenzt Oregon an den Pazifischen Ozean.

Flächenmäßig ist Oregon der neuntgrößte Bundesstaat, nach Einwohnern liegt er mit einer Bevölkerung von knapp über 4,2 Millionen (2020) hingegen nur an 27. Stelle. Ein Großteil der Bevölkerung konzentriert sich im Willamette Valley im Nordwesten des Staates, zwischen der Kaskadenkette im Osten und der Coast Range im Westen. Dort liegen mit Portland (650.000 Einwohner), Eugene und der Hauptstadt Salem auch die drei größten Städte Oregons. Die östliche Hälfte des Staates ist dagegen sehr dünn besiedelt und unterscheidet sich mit seinen Halbwüsten und Buschlandschaften stark vom dicht bewaldeten, niederschlagsreichen Westen, was Oregon zu einem der geographisch vielfältigsten Bundesstaaten macht. Die einzigen nennenswerten Städte östlich der Berge, Bend und Klamath Falls liegen direkt am östlichen Fuß der Kaskadenkette. Die größten Städte an der Pazifikküste sind Newport und Coos Bay, die größte Stadt im Süden Oregons ist Medford, nahe der Grenze zu Kalifornien.

Oregon ist seit Jahrtausenden die Heimat vieler indigener Völker. Die ersten europäischen Händler, Entdecker und Siedler begannen Anfang bis Mitte des 16. Jahrhunderts mit der Erkundung der heutigen Pazifikküste Oregons. Bereits 1564 schickten die Spanier Schiffe von den Philippinen aus in Richtung Nordosten, die auf der Kuroshio-Strömung in einer weitläufigen Kreisroute den nördlichen Teil des Pazifiks durchquerten. Im Jahr 1592 unternahm Juan de Fuca detaillierte Kartierungen und Untersuchungen der Meeresströmungen im pazifischen Nordwesten, darunter auch der Küste Oregons und der Meerenge, die heute seinen Namen trägt. Die Lewis-und-Clark-Expedition durchquerte Oregon zu Beginn des 19. Jahrhunderts, und bald darauf wurden von Fallenstellern und Pelzhändlern die ersten dauerhaften europäischen Siedlungen in Oregon gegründet. Die Vereinigten Staaten erhielten durch den Vertrag von 1818 vom Vereinigten Königreich gemeinsame Besatzungsrechte für die Region, welche damals noch Oregon Country genannt wurde und ein weit größeres Gebiet umfasste, das sich bis in das heutige Kanada erstreckte. Der Oregon-Kompromiss von 1846 brachte den südlichen Teil des Oregon Country formell unter amerikanische Souveränität, und zwei Jahre später wurde das Oregon-Territorium gegründet, welches auch die späteren Staaten Washington, Idaho und Teile Montanas und Wyomings umfasste. Am 14. Februar 1859 wurde das Gebiet in seinen heutigen Grenzen als 33. Bundesstaat in die Vereinigten Staaten aufgenommen. In jener Zeit kamen viele Siedler aus dem Osten über den bekannten Oregon Trail in die Region, eine über 3500 Kilometer lange Route über die Rocky Mountains bis in die Pacific-Northwest Region, die meist per Planwagen zurückgelegt wurde.

Die Wirtschaft Oregons wurde in der Vergangenheit von verschiedenen Formen der Landwirtschaft, Fischerei, Holzwirtschaft und Wasserkraft angetrieben. Oregon ist der größte Holzproduzent der kontinentalen Vereinigten Staaten und im 20. Jahrhundert dominierte die Holzindustrie die Wirtschaft des Bundesstaates deutlich. Die Technologiebranche ist ein weiterer wichtiger Sektor in Oregon, dessen Geschichte in den 1970er Jahren mit der Gründung des Silicon Forest und der Expansion von Tektronix und Intel begann. Das weltweit größte Sportbekleidungsunternehmen Nike, Inc. mit Sitz in Beaverton ist mit einem Jahresumsatz von 46,7 Milliarden US-Dollar das größte börsennotierte Unternehmen des Bundesstaates.

Heute steht Oregon für eine Mischung aus spektakulärer Natur, progressiver Kultur und einer bewegten Pioniergeschichte. Geographisch prägen die zerklüftete Pazifikküste, die Cascade Range mit ihren Vulkanen (z. B. Mount Hood), der tiefe Crater Lake und das fruchtbare Willamette Valley den Staat, während der Columbia River eine wichtige Lebensader bildet. Außerdem ist der Staat bekannt für seine Outdoor-Kultur (Wandern, Surfen, Skifahren), eine starke Öko- und Nachhaltigkeitstradition, für Weinanbau und für eine lebendige Kunst- und Musikszene in Portland, während der dünn besiedelte Osten eher konservativ geprägt ist. Insgesamt ist Oregon eine Hochburg der Demokraten, die hier seit den 1980er Jahren bei Präsidentschaftswahlen kontinuierlich gewannen.

  1. Density Using Land Area For States, Counties, Metropolitan Areas, and Places. US Census Bureau