Montana

Montana
Flagge Siegel
Liste der Bundesstaaten
Hauptstadt: Helena
Staatsmotto: Oro y Plata
(spanisch: Gold und Silber)
Amtssprache: Englisch
Fläche: 380.840 km²
Einwohner: 1.084.225 (Zensus 2020) (2,8 E. / km²)
Mitglied seit: 8. November 1889
Zeitzone: Mountain: UTC−7/−6
Höchster Punkt: 3901 m (Granite Peak)
Durchschn. Höhe: 1035 m
Tiefster Punkt: 549 m Kootenai River
Gouverneur: Greg Gianforte (R)
Post / Amt / ISO MT / / US-MT
Karte von Montana

Montana (englische Aussprache [mɑnˈtʰænə] ) ist ein Bundesstaat im Nordwesten der Vereinigten Staaten und Teil der Mountain States bzw. der Region Mountain West. Er grenzt im Westen an Idaho, im Osten an North Dakota, im Südosten an South Dakota, im Süden an Wyoming und im Norden an die kanadischen Provinzen Alberta, British Columbia und Saskatchewan. Die Hauptstadt ist Helena, die bevölkerungsreichste Stadt ist Billings (117.000 Einwohner). Weitere bedeutende Städte sind Missoula, Great Falls und Bozeman. Die westliche Hälfte des Bundesstaates umfasst zahlreiche Gebirgszüge als Teil der Rocky Mountains, während die östliche Hälfte durch westliches Prärieland und die Badlands geprägt ist, mit kleineren Gebirgszügen, die über den gesamten Bundesstaat verteilt sind.

Der Name des Staates leitet sich ab vom spanischen montaña, dieses wiederum vom lateinischen montanus (beides dt. „Berg“, „bergig“, „gebirgig“). Der Name ist auch ein Hinweis auf die Bodenschätze dieses Bundesstaates; auch sein Spitzname Treasure State („Staat der Schätze“) begründet sich durch die Vielzahl an Bodenschätzen wie Erdöl, Kohle, Kupfer, Silber oder Gold, die praktisch alle durch Bergbau gehoben werden und einen wichtigen Teil zur Wirtschaft des Staates beitragen.

Mit 380.838 km² ist Montana nach Alaska, Texas und Kalifornien der viertgrößte Bundesstaat der USA und dabei geringfügig größer als Deutschland; im Bundesstaat leben aber mit knapp über einer Million Einwohnern nur etwa 0,3 % der US-Gesamtbevölkerung: Dünner besiedelt sind im Land nur Wyoming und Alaska. Außerdem ist die Bevölkerung mit 89 % Weißen sehr homogen. Die größte ethnische Minderheit stellen Nachfahren der amerikanischen Ureinwohner dar (6,7 %). Als dünn besiedelter, landwirtschaftlich geprägter Flächenstaat gilt Montana seit jeher als konservativ und republikanisch geprägt.

Der größte Teil Montanas kam 1803 mit dem Louisiana-Purchase von Frankreich unter amerikanische Herrschaft und wurde kurz darauf von der Lewis-und-Clark-Expedition erkundet. Pelztierjäger folgten und waren bis zur Entdeckung von Gold im Jahr 1852 die wichtigste wirtschaftliche Aktivität in der kaum entwickelten Region. Der darauf folgende Goldrausch sowie die Verabschiedung des Homestead Acts im Jahr 1862 führten zu einer starken Zuwanderung amerikanischer Siedler nach Montana. Das rasante Bevölkerungswachstum und die rapide Entwicklung gipfelten am 8. November 1889 in der Staatsgründung auf Basis des Montana-Territoriums. Der Bergbau, insbesondere in der Umgebung von Butte und Helena, blieb bis Mitte des 20. Jahrhunderts der wichtigste Wirtschaftsfaktor des Bundesstaates.

Heute basiert die Wirtschaft hauptsächlich auf Landwirtschaft, darunter Viehzucht und Getreideanbau. Weitere wichtige wirtschaftliche Ressourcen sind Öl, Gas, Kohle, Bergbau und Holz. Auch die Bereiche Gesundheitswesen, Dienstleistungen, Verteidigung und Verwaltung sind für die Wirtschaft des Bundesstaates von Bedeutung. Der am schnellsten wachsende Sektor in Montana ist der Tourismus mit 12,6 Millionen Touristen, die den Bundesstaat jedes Jahr besuchen (Stand 2019). Beliebte Ziele sind vor allem der Glacier National Park im Nordwesten des Staates, der Flathead Lake sowie die zahlreichen Skigebiete. Montana ist kein Konzernsitz von einem Fortune-500-Unternehmen, hat aber eine Vielzahl regionaler Marken, die in ihrer jeweiligen Nische (z. B. Outdoor, Western, Landwirtschaft) überregionale Strahlkraft haben. Die Tech-Szene in Bozeman wächst zudem langsam, getragen von Zuzug und Nähe zur örtlichen Universität.

Die Kultur Montanas vereint Elemente der Cowboy- und Pioniertradition, indigener Völker, jagd- und naturbasierter Lebensweisen sowie regionaler Musik- und Handwerkskunst; zugleich entwickeln sich in Universitätsstädten wie Missoula und Bozeman lebendige Szenen für Literatur, alternative Musik, Bildende Kunst und nachhaltige Gastronomie.

  1. Montana Historical Society: Contributions to the Historical Society of Montana. Rocky Mountain Publishing Company, 1910, S. 47 (englisch, google.com).
  2. "About Montana" auf mt.gov. Abgerufen am 14. Januar 2020
  3. U.S. Census Bureau QuickFacts: Montana; United States. Abgerufen am 17. Januar 2024 (englisch).