Lösung
- Die Abbildung
heißt surjektiv, wenn es für jedes
mindestens ein Element
mit
gibt.
- Die Vektoren
heißen linear unabhängig, wenn eine Gleichung
-
nur bei
für alle
möglich ist.
- Die Matrix
heißt invertierbar, wenn es eine Matrix
mit
-

gibt.
- Die Abbildung
werde bezüglich einer Basis durch die
Matrix
beschrieben. Dann nennt man
-

die Determinante der linearen Abbildung
.
- Die Polynome
heißen teilerfremd, wenn die einzigen gemeinsamen Teiler von ihnen die konstanten Polynome sind.
- Eine
bijektive affine Abbildung
-
heißt
affiner Isomorphismus.
Formuliere die folgenden Sätze.
- Der Satz über die Nichtnullteilereigenschaft in einem Körper
.
- Der Satz über die Korrespondenz von Matrizen und linearen Abbildungen.
- Der Satz über die Anzahl der Eigenwerte bei einem endlichdimensionalen Vektorraum
Lösung
- Aus
mit
folgt
oder
.
- Es sei
ein
Körper und sei
ein
-dimensionaler
Vektorraum
mit einer
Basis
und sei
ein
-dimensionaler Vektorraum mit einer Basis
. Dann sind die Abbildungen
-
invers
zueinander.
- Es sei
ein
Körper
und es sei
ein
endlichdimensionaler
-
Vektorraum.
Es sei
-
eine
lineare Abbildung.
Dann gibt es maximal
viele
Eigenwerte
zu
.
Lösung
-
- Wir beginnen in der Mitte. Ohne Einschränkung
(durch Drehung bzw. eine Spiegelung)
verläuft der Weg nach oben und dann nach links. Dann muss er in das Eck links oben laufen und dann nach unten. In die Mitte kann es nicht zurückgehen, sonst würden die anderen Platten nicht erreicht werden. Also verläuft der Weg weiter nach unten links und dann unten nach rechts und schließlich nach oben. Rechts in der Mitte kann der Weg nicht in die Mitte, sonst würde die Eckplatte rechts oben nicht getroffen. Wenn diese getroffen wird, so kann man von dort nicht in die Mitte und es entsteht kein geschlossener Weg.
Es sei
eine zweielementige Menge. Erstelle eine Verknüpfungstabelle für die Verknüpfung „Vereinigung“ auf der
Potenzmenge
.
Lösung
Die Menge sei
,
die Potenzmenge ist dann
-

Die Verknüpfungstabelle für die Vereinigung ist
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Skizziere sieben Geraden in der Ebene, die sich insgesamt in acht Punkten schneiden.
Lösung
Löse das lineare Gleichungssystem
-

-

über
.
Lösung
Lösung
Wir führen einen Ringschluss durch.
. Die Familie ist ein Erzeugendensystem. Nehmen wir einen Vektor, sagen wir
, aus der Familie heraus. Wir müssen zeigen, dass dann die verbleibende Familie, also
kein Erzeugendensystem mehr ist. Wenn sie ein Erzeugendensystem wäre, so wäre insbesondere
als
Linearkombination
der Vektoren darstellbar, d.h. man hätte
-

Dann ist aber
-

eine nichttriviale Darstellung der
, im Widerspruch zur linearen Unabhängigkeit der Familie.
. Nach Voraussetzung ist die Familie ein Erzeugendensystem, sodass sich jeder Vektor als Linearkombination darstellen lässt. Angenommen, es gibt für ein
eine mehrfache Darstellung, d.h.
-

wobei mindestens ein Koeffizient verschieden sei. Ohne Einschränkung sei
.
Dann erhält man die Beziehung
-

Wegen
kann man durch diese Zahl dividieren und erhält eine Darstellung von
durch die anderen Vektoren. Nach
Aufgabe .
ist auch die Familie ohne
ein Erzeugendensystem von
, im Widerspruch zur Minimalität.
. Wegen der eindeutigen Darstellbarkeit besitzt insbesondere der Nullvektor nur die triviale Darstellung, d.h. die Vektoren sind
linear unabhängig.
Nimmt man einen Vektor
hinzu, so besitzt dieser eine Darstellung
-

und daher ist
-

eine nichttriviale Darstellung der
, sodass die verlängerte Familie
nicht linear unabhängig ist.
. Die Familie ist linear unabhängig, wir müssen zeigen, dass sie auch ein Erzeugendensystem bildet. Es sei dazu
.
Nach Voraussetzung ist die Familie
nicht linear unabhängig, d.h. es gibt eine nichttriviale Darstellung
-

Dabei ist
,
da andernfalls dies eine nichttriviale Darstellung der
allein mit den linear unabhängigen Vektoren
wäre. Daher können wir
-

schreiben, sodass eine Darstellung von
möglich ist.
Die Zeitungen
und
verkaufen Zeitungsabos und konkurrieren dabei um einen lokalen Markt mit
potentiellen Lesern. Dabei sind innerhalb eines Jahres folgende Kundenbewegungen zu beobachten.
- Die Abonnenten von
bleiben zu
bei
,
wechseln zu
,
wechseln zu
und
werden Nichtleser.
- Die Abonnenten von
bleiben zu
bei
,
wechseln zu
,
wechseln zu
und
werden Nichtleser.
- Die Abonnenten von
bleiben zu
bei
, niemand wechselt zu
,
wechseln zu
und
werden Nichtleser.
- Von den Nichtlesern entscheiden sich je
für ein Abonnement von
oder
, die übrigen bleiben Nichtleser.
a) Erstelle die Matrix, die die Kundenbewegungen innerhalb eines Jahres beschreibt.
b) In einem bestimmten Jahr haben alle drei Zeitungen je
Abonnenten und es gibt
Nichtleser. Wie sieht die Verteilung ein Jahr später aus?
c) Die drei Zeitungen expandieren in eine zweite Stadt, wo es bislang überhaupt keine Zeitungen gibt, aber ebenfalls
potentielle Leser. Wie viele Leser haben dort die einzelnen Zeitungen
(und wie viele Nichtleser gibt es noch)
nach drei Jahren, wenn dort die gleichen Kundenbewegungen zu beobachten sind?
Lösung
a) Die Matrix, die die Kundenbewegungen
(in der Reihenfolge
und Nichtleser)
beschreibt, ist
-
b) Die Kundenverteilung nach einem Jahr zur Ausgangsverteilung
ist
-

c) Die Ausgangsverteilung ist
, daher ist die Verteilung nach einem Jahr gleich
.
Nach zwei Jahren ist die Kundenverteilung
-

Nach drei Jahren ist die Kundenverteilung

Inwiefern ist die Multiplikation in einem
Körper
linear, inwiefern nicht?
Lösung
Die Multiplikation ist die Abbildung
-
Wenn man eine Komponente fixiert, beispielsweise vorne
, so ist die Abbildung
-
aufgrund des Distributivgesetzes und des Assoziatvgesetzes der Multiplikation linear. Damit ist die Gesamtabbildung auch
bilinear.
Sie ist aber nicht linear, da
auf
, die Summanden aber auf
abgebildet werden.
Man begründe anhand des Bildes, dass zu zwei Vektoren
und
die
Determinante der durch die Vektoren definierten
-Matrix mit dem Flächeninhalt des von den beiden Vektoren aufgespannten Parallelogramms
(bis auf das Vorzeichen)
übereinstimmt.
Lösung
Zunächst wird der Flächeninhalt des äußeren Rechtecks bestimmt:

Als nächstes werden die Flächeninhalte der Flächen A bis F aufgestellt:

Die Summe dieser Flächen ist:

Der Flächeninhalt des Parallelogramms ist somit:

Zur Überprüfung des Ergebnisses berechnen wir die Determinante der durch die Vektoren
und
definierten
-Matrix:

Man sieht schnell, dass die Determinante dem Flächeninhalt des Parallelogramms entspricht.
Das Vorzeichen der Determinante dreht sich um, wenn man die beiden Spaltenvektoren vertauscht.
Es seien
Vektorräume
über dem
Körper
. Zeige, dass die Abbildung
-
multilinear
ist.
Lösung
Es sei zunächst
fixiert. Für
und einen beliebigen Vektor
ist

und für
ist

Es sei nun
fixiert und
.
Es ist

und

Man finde ein
Polynom
-

mit
derart, dass die folgenden Bedingungen erfüllt werden.
-
Lösung
Die Bedingungen führen auf das lineare Gleichungssystem
-

-

-

führt auf
-

und
führt auf
-

also
-

und somit
-

Das gesuchte Polynom ist also
-
Lösung
Es sei
eine Nullstelle des Polynoms
-
Zeige, dass
-
ein
Eigenvektor
der Matrix
-
zum
Eigenwert
ist.
Lösung
Es ist

Bestimme die
Eigenräume
und die
Haupträume
der reellen Matrix
.
Lösung
Lösung
Es sei
eine baryzentrische Kombination der Punkte
, also mit
-

Der dadurch gegebene Punkt ist einfach durch die reelle Addition gegeben. Es ist daher

was die Verträglichkeit mit den baryzentrischen Kombinationen bedeutet.