Bahnstrecke Tuttlingen–Inzigkofen

Tuttlingen–Inzigkofen
Zug beim Schanztunnel, Fahrtrichtung Beuron.
Rechts das mechanische Einfahrvorsignal des Bahnhofs Fridingen
Streckennummer (DB):4660
Kursbuchstrecke (DB):743 (Rottweil/Sigmaringen–Blumberg)
755 (Donaueschingen – Ulm)
Kursbuchstrecke:306a (1946)
Streckenlänge:37,414 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Streckenklasse:C4
Maximale Neigung: 10 
Minimaler Radius:270 m
Streckengeschwindigkeit:110 km/h
Zugbeeinflussung:PZB, ZUB 262 (Thiergarten (Hohenz)–Inzigkofen)
von Hattingen
von Immendingen
-0,295 Tuttlingen 649 m
nach Plochingen
0,240 Donau
0,815 Tuttlingen Zentrum
2,330 Tuttlingen Nord (ehemals Bahnhof) 646 m
5,743 Nendingen (b Tuttlingen) 642 m
7,820 Stetten (Donau)
9,077 Mühlheim (b Tuttlingen) 638 m
12,100 Donau
12,950 Brücke über Feldweg
13,210 Donau
13,722 Fridingen (b Tuttlingen) 632 m
zum Hammerwerk Fridingen
14,330 Bära
14,380 Schanztunnel (684 m) 634 m
16,520 Donau
17,353 Beuron 618 m
19,110 Donau
19,260 Käpfle-Tunnel (180,9 m)
23,642 Hausen i Tal 599 m
30,592 Thiergarten (Hohenz) 595 m
30,960 Donau
31,040 Thiergartener Tunnel (275 m)
31,570 Donau
32,300 Donau
33,090 Gutenstein 587 m
34,210 Dietfurther Tunnel (74 m)
34,350 Donau
35,870 Schmeie
von Tübingen
37,119 Inzigkofen 580 m
nach Sigmaringen

Quellen:

Die Bahnstrecke Tuttlingen–Inzigkofen ist eine eingleisige und nicht elektrifizierte 37,08 Kilometer lange Eisenbahnstrecke im südlichen Baden-Württemberg. Die Hauptbahn verbindet den Bahnknoten Tuttlingen mit dem einstigen Abzweigbahnhof Inzigkofen, der heute nur noch eine Abzweigstelle ist, wo sie in die Bahnstrecke Tübingen–Sigmaringen einmündet. Die Strecke verläuft auf gesamter Länge entlang der jungen Donau und wird daher von der Deutschen Bahn als Teil der Donaubahn von Donaueschingen nach Ulm eingeordnet.

Die Königlich Württembergischen Staats-Eisenbahnen und die Badischen Staatseisenbahnen eröffneten die Strecke 1890 auf Druck des deutschen Generalstabs als Teil des strategischen Bahnbaus zur Umgehung der Schweiz. Gemeinsam mit drei weiteren strategischen Bahnstrecken in Südbaden betrachtete das Militär sie im Zusammenhang mit einem weiteren Krieg mit Frankreich für notwendig. Seit 1901 ist sie in Verbindung mit der Höllentalbahn und der Bahnstrecke Ulm–Sigmaringen Teil der überregionalen Eisenbahnverbindung von Freiburg im Breisgau nach Ulm.

Die Brücken, Stellwerke, Tunnel, Böschungen, Wärterhäuschen und die nach jeweils badischer oder württembergischer „Philosophie“ erbauten Bahnhöfe sind heute eingetragene Kulturdenkmale; der Oberbau mit den Schienen ist allerdings nicht geschützt.

  1. DB Netz AG: Infrastrukturregister. In: geovdbn.deutschebahn.com. Abgerufen am 17. April 2021.
  2. Falko Hahn (fah): Donautalbahn ist Kulturdenkmal. In: Südkurier. 16. September 2006.