Constantinopel (Meyer’s Universum, 1844)
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DAS INNERE VON CONSTANTINOPEL
Stambul, was bist du gewesen, was bist du jetzt und was wirst du seyn? – Lies die Antwort in der Geschichte von Babylon und Persepolis, und gäbe es keine Geschichte und wäre Stambul die erste gegründete Stadt, so lerne die Sprache verstehen, welche die Maulwurfshügel auf dem Felde reden, wenn sie sich aus der Flur herauswühlen, von einem emsigen, geschäftigen Streben belebt, größer wachsen und den Wiesengrund decken; sobald sie aber die fleißige Kraft, die ihnen innewohnt, verläßt, vom Wind und Wetter zerstreut werden und ihre Stätten mit Gras und Moos überwachsen, wenn nicht ein nomadisirendes Ameisenvolk den verlassenen Haufen bezieht, seine Zellen hinein baut und sich ein neues Leben in ihm gestaltet.
Alles auf Erden ist Wechsel nach ewigen Gesetzen. Werden, Seyn, Vergehen sind die Axiome aller Schöpfung. Alle treibenden Kräfte im Organismus des Alls dienen dieser Dreieinheit in Gottes unbegrenztem Reiche, und bei ihrer Wechselwirkung gestaltet die Zeit sich zur Ewigkeit. –
Langsam, wie alles Große, durchläufst auch du, Constantinopel[2], die Phasen deines Daseyns. Ein Orakelspruch hat dir das Leben gegeben. Hellas’s und Kleinasiens Kultur haben dich gesäugt, Roms Macht ist deine Pflegemutter gewesen und hat dich groß gezogen. Ihr Liebling, bist du deinen Zeit- und Altersgenossen rasch über den Kopf gewachsen, und wie du nun großjährig und selbstständig geworden, erkanntest du deinen wichtigen Posten an der Brücke zweier Welttheile, deren Verkehr deiner Vermittelung bedurfte. Du wurdest unermeßlich reich. Kunst und Wissenschaft suchten deinen Schoos, und als die römische Westwelt in Bedrängniß und Verfall kam durch barbarische Völker, da leuchtete um deine Mauerkrone viele Jahrhunderte der Nimbus des Ruhms, Bewahrerin des heiligen Feuers zu seyn für Kultur und Sitte, zu einer Zeit, wo sonst auf Erden Rohheit ungezügelte Herrschaft übte. Mit dieser in stetem Kampfe, bliebst du unter Stürmen, Schlachten und Siegen stark lange Zeit, und eine halbe Welt empfing von dir Gesetz und Scepter. – Schön und sittig [155] warst du zu nennen in deiner blühendsten Periode; wie aber dein Tag zum Abend sich neigte mit deinen Kräften, da thatest du wie eine gemeine Buhlerin. Name, Gewand und Glaube wechseltest du nach der Mode, und schamlos warbst du fortan um die Gunst deiner zeitlich wechselnden Besitzer. – So hast du seit länger als tausend Jahren deine entfliehende Blüthe vergeblich zu bannen gestrebt, und schonungslos wäscht dir die Zeit die Schminke von den verfallenen Reizen. – Wie lange noch, so reißt sie dich in’s Grab, unbetrauert, wie der dürre Ast, den die Säge des Gärtners von dem grünen Fruchtbaum trennt.
Die Städte des Morgenlandes haben an Alter und Reichthum der Geschichte sowohl, als an malerischer Schönheit vor denen des Abendlandes einen großen Vorzug. Die Nüchternheit des Europäers baut sich am liebsten da an, wo materielle Vortheile am sichersten zu erlangen sind; an die sandigen Ufer des Meeres, in weite Becken zum Handel geschickter Ströme, in die Ebene, wo keine Berge den Verkehr erschweren: – dort finden sich ihre Interessen am bequemsten und häufigsten zusammen. – Den phantasiewarmen Morgenländer hingegen lockt die Natur mit ihren üppigen, blendenden Reizen, mit denen sie im Orient so freigebig ist, am liebsten dahin, wo er sich süßer, sinnlicher Lust und schwärmerischen Träumereien ungestört hingeben kann.
Der Hauptstadt des Türkenreichs sind diese allgemeinen Vorzüge orientalischer Groß-Städte in vorzüglichem Grade eigen. – Wenn man sich ihr von Marmora her nähert, schwimmt vor dem entzückten Auge ein Archipel lieblicher Eilande, die im mannichfachen Grün ihrer Laub- und Nadelhölzer prangen. Von jeder Höhe schaut eine alte Veste, oder ein graues Kloster, oder eine Trümmer aus der christlichen und griechischen Vorzeit herab und spiegelt sich in der lichten, ruhigen Fluth.
Hinter der kleinasiatischen Küste leuchtet hehr und stolz der Olympus. Sein klassischer Name führt ein längst verblichenes Völkerleben in frischen Farben vor das sinnige Auge. Seine schneebedeckten Gipfel blenden im Sonnenlicht. Die ihn umgebende Atmosphäre ist in der Regel so klar und durchsichtig, daß man die herrliche Berggestalt mit Händen greifen möchte.
Weiterhin schwingt sich Kleinasiens Gestade nach der Mündung des Bosporus zu und von da an deckt Constantinopels alte Todtenstadt, auf der die Generationen von den Endpunkten zweier Jahrtausende nachbarlich beisammen wohnen, das Ufer anderthalb Stunden lang, überragt von den Häusermassen Scutari’s.
Diesen gegenüber, auf zwei Vorgebirgen, die weit in’s Meer hinausragen und als „goldenes Horn“ Constantinopels Hafen umarmen, liegt das eigentliche Stambul, die alte Osmannen-Stadt, in träger Ruhe hingegossen, [156] seine Ufer umstrickt mit Palästen und Pracht-Bauten vieler Style und Zeiten: – Perlen und Gesteine um ein altes, schmutziges Kleid. Eine tief in die Häusermasse dringende Bucht bildet den Hafen selbst. Da schwimmen die türkischen Paradeschiffe des Sultans und seiner Großen mit den bunten Wimpeln, den glänzend lakirten Planken und dem phantastischen, vergoldeten Schnitzwerk neben dem gewaltigen Dampfer mit den schnaubenden Schaufelflossen; da ankern riesenhaft und unbeweglich die Kriegsmaschinen der Pforte mit der ungeheuern Armirung, dem einsamen Mast, dem dräuenden Löwen am Kiel neben Englands und Frankreichs agilen Fregatten. Barken, Gondeln, Kaiken, Galeeren, vollbemannt, griechische und türkische Kauffahrer drängen sich in so buntem und wunderlichem Gewimmel, wie ihre Bevölkerung, vom edelschönen Kaukasier bis zum verschmitzten Griechen, vom stolzen Türken und ernsten Aegypter zum fleißigen Neger, durch alle Typen der alten Welt. Rechts steigt das alte Galata, die Genueser-Colonie, jetzt Constantinopels Vorstadt und Pera, das eigentliche Franken-Quartier, empor; auf der andern Seite aber erhebt sich die osmannische Capitale selbst in Pracht und Herrlichkeit. Mit innigem Entzücken schweift das trunkene Auge über das Häusergebirge hin, in dessen Hintergrund die sieben Hügel sanfte Wellenlinien zeichnen, von denen die Kaiser-Moscheen mit den blinkenden Dächern und schlanken, funkelnden Minarets und blitzenden Halbmonden herabschauen wie große Charakterzüge aus einem ausdrucksvollen Gesicht. Das harmlose Herz freut sich innig über die Schönheit, mit der die liebevolle Natur den altersschwachen Körper einhüllt. –
Aber um so unheimlicher wird die Ueberraschung des abendländischen Städters bei’m Eintritt in’s Innere Constantinopels. Constantinopel hat nicht sein Cheapside, wie London, oder seine Boulevards, wie Paris, welche wie Pulsadern die Stadt durchströmen und in denen das Leben in ewigem Drange hin und her wogt. – Keine breiten und geraden Straßen, keine reinlichen Trottoirs mit dem Fußgänger-Gewimmel, das in allen Zungen des Erdrunds summt, mit dem Getöse der sich unaufhörlich kreuzenden und hemmenden Carossenreihen; keine sieben- und achtstöckigen Häuser umschließen die Seiten, keine Schilde an den Straßenecken mit ihren Namen helfen den Weg finden, keine Plakate schreien einem an mit ihren Riesen-Charakteren: – weder Glockengeläute verkündet den Festtag, noch die Thurmuhr die Stunde; keine Straßenlaterne erhellt die Nacht – nichts von dem Allen: labyrinthisch windet sich ein Knäuel enger, krummer, schmutziger Gassen mit unebenem, schlechtem Pflaster, das keine Pfütze verlaufen läßt. Sie sind weniger von Menschen, als von bissigen Hunden bevölkert, die den Fremden anheulen und anfallen. Selten sieht man einen gravitätischen Türken, wie er langsam und ernst seinem Geschäfte oder der Moschee zuschreitet; öfterer trifft man ihn träumerisch und gleichgültig vor seiner Thüre oder Boutique sitzen und rauchen.
[157] Die gewöhnlichste Staffage jeder Großstadt des Abendlandes – die glänzende Carosse mit ihrem Gespann – fehlt in der Türkenstadt. Die einzige Pracht-Equipage, die man sehen kann, ist die des Sultans, welche ihn an einem Freitage nach einer Moschee führt, wo dann das Volk die Gassen füllt, durch die er kömmt. Sonst sieht man nur die Oroba, eine schwerfällige Kalesche, von Ochsen gezogen, die in den steilen engen Straßen kaum fortkommt. Blos Damen bedienen sich dieser Wagen, und nicht selten bewegen sie sich unter der Eskorte von bewaffneten Eunuchen, um die Schönen vor den Augen der Neugierigen zu hüten. Wo sie sich nähern in Begleitung von jenen Attributen der Macht, bleibt Alles schweigend stehen, und die Männer blicken, die Arme über die Brust geschlagen, scheu zu Boden. – Die Pracht der Hauptstraßen einer abendländischen Großstadt muß man in Constantinopel nicht suchen. Die Wohnhäuser in Stambul sind größtentheils von ärmlicher, elender, dabei aber pittoresker Bauart, deren Styl noch an die byzantinische Vorzeit erinnert. Sie erheben sich als ein Viereck von Stein- oder Lehmwänden und auf diesen ruht ein hölzernes, doppeltes Stockwerk von gebrechlichem Gefüge, von dem das obere Stock über das untere in die Straße hinein ragt. Geschmackloses Schnitzwerk dekorirt die Façaden und ein rother, gelber oder weißer Anstrich vollendet den äußern Schmuck. Wegen der schlechten und leichten Bauart sind Feuersbrünste so häufig und verheerend, daß man meint, die Stadt würde alle hundert Jahre neu gebaut. In der Regel wird jedes türkische Haus nur von einer Familie bewohnt, weil die Geheimnisse des Harems die Aufnahme von Miethlingen nicht wohl gestatten. Es theilt sich in die vom Hausherrn und die von den Frauen bewohnte Hälfte, deren erste keinen weiteren Schmuck als mehr oder minder kostbare Teppiche und Divans enthält. Das bessere Hausgeräthe haben die Wohnungen der Frauen und es ist folglich fremden Augen entzogen. Der Türke liebt es, seinen häuslichen Luxus zu verbergen, und nur bei passender Gelegenheit pflegt auch der Vornehme und Reiche mit Pferden, Sklaven, kostbaren Waffen und Geschmeide zu prangen. Mit Sonnenuntergang ruht das Geschäft bei jedem Türken; geschlossen sind dann alle Läden und Buden; die Inhaber ziehen sich nach ihren Wohnungen zurück und Finsterniß theilt die nächtliche Straßenherrschaft mit den heulenden Hunden.
Lesecabinets, Clubs, Gastmahle, Conzerte, Theater, Bälle und was sonst im Abendland die Nacht zum Tag verkehrt, kennt der Türke nicht. Er scheut alle rauschenden und heftigen Affekte der Sinne und des Gemüthes und ist, sobald es Abend geworden, für nichts empfänglich, als die Ruhe. – Nur am Tag und nur im Hafen, in den Bazars, auf den Märkten, in den Kaffeehäusern, Bädern, in und um den großen Moscheen und in den Chanen und Karavanserien bewegt sich das Volksleben der osmannischen Hauptstadt öffentlich und in rascheren lebendigern Kreisen, und läßt seine charakteristischen Züge erkennen.
[158] Die Moscheen in Constantinopel führen fast alle den Namen ihrer Erbauer. Es sind meist Sühnopfer für geschlachtete Völker, oder für schwere Blutschuld, die auf dem türkischen Thron so gut, als auf manchen christlichen erblich geworden ist, oder Gelübde und Vermächtnisse haben sie als Denkmäler gewinnsüchtigen, moslemitischen Pfaffentrugs errichtet, oder willenlose Sultansdummheit hat sie als Grundpfeiler der Priestermacht gebaut. Kurz sie sind entstanden wie die Sankt Peter und Eskurial’s des Abendlandes und wie, der Gegenwart zur Schmach, noch heut zu Tage Klöster wiedererstehen, welche eine verständigere Zeit entfernte.
Aber auch der rechte, ächte Gottesglaube hat manche Moschee errichtet, so gut wie manche Kirche, und ob der Halbmond oder das Kreuz ihre Reiche verkünden, das gilt Dem gewißlich gleich, welcher die Frömmigkeit unter der Kaputze so gut erkennt, als unter dem Turban. – Alle Hauptmoscheen umfassen weite, viereckige Räume und erheben sich in deren Mitte mit einer großen, halbkegelförmigen Kuppel, die, mit Metall gedeckt und mit den schlanken, an den Spitzen vergoldeten Minarets zur Seite, wie silberstrahlende Baldachine erscheinen, gestützt von goldenen Trägern.
Die kleinern Moscheen haben blos ein solches Thürmchen, die großen gewöhnlich vier. Von der obersten Gallerie derselben schreien die Gebetrufer (Muezzin) täglich fünf Mal hinab in’s Volk: „Es ist nur Ein Gott und Mahomed sein größter Prophet: – kommt zum Gebet!“ und wenn dieser Zuruf von allen Minarets aus mehr denn 2000 Kehlen gleichzeitig herabertönt, so bringt es einen feierlichen übernatürlichen Eindruck hervor. Dem Volk ist das Gebetrufen Uhr und Glocke zugleich. – Vielfach befinden sich in der Nähe der Moscheen die Märkte (Bazars), ja sie reichen oft unangefochten in ihre Vorhöfe, wie z. B. das große Rasesta bei der Soliman’s-Moschee. Es sind dieß weite überwölbte Hallen mit starken, massiven Mauern, in denen aller Luxus des orientalischen Lebens ausgebreitet liegt, und Türken, Franken und Rayahs bunt durcheinander verkehren.
Der Drang nach geselligem Vergnügen ist bei dem Türken nur schwach, und was er im Bazar nicht findet, daß sucht er im Kaffeehaus, auf welches denn auch alle erdenkliche Eleganz und Decoration nach türkischem Geschmacke vergeudet wird. Nach der Straße pompös ausgeputzt, hat jedes Kaffeehaus eine offene, von Säulen getragene Halle zum Eingang. Die ebenfalls mit Säulen gezierten Versammlungsräume sind mit Polstern und Divans bekleidet, auf denen die Gäste mit untergeschlagenen Beinen kauern. In Schweigsamkeit und ernster Ruhe lauschen sie der Musik einer Mandoline, oder eines Tamburins, welche Griechen mit unartikulirtem Gesang begleiten.
Bei Tabak und Kaffee wird die Zeit in Gesellschaft still verträumt; gesellige Unterhaltung verlangt der Türke nie. Lieber hört er den Mährchen eines Erzählers zu, welcher in jedem größern türkischen Kaffeehause anzutreffen ist.
[159] Der Gebrauch des Bades ist dem Türken unentbehrlich und die öffentlichen Bäder gehören zu den weitläufigsten Gebäuden der Hauptstadt. In der Reinlichkeit des Körpers soll der Mohamedaner ein Symbol für die Reinheit der Seele erblicken und der Prophet hat sie ihm streng geboten. Er that es aus demselben weisen Grunde, aus dem er ihm den Wein versagte. Mohamed wollte sein Volk durch Reinlichkeit und Mäßigkeit an Leib und Geist gesund und stark erhalten; denn nur ein gesundes und starkes Volk kann eine Welt erobern und eine eroberte Welt dauernd beherrschen. Doch wie sehr hat der Türke die Absicht des Propheten verkehrt! Statt des Weins genießt er verdummendes, entnervendes Opium, und das Gebot der Reinlichkeit hat er zu einer Beschönigung ausschweifender Ueppigkeit gemacht. In einem orientalischen Badesalon findet man Alles, was verweichlicht und abstumpft. Das warme Baden selbst, namentlich das Dampfbaden, ist für eine gesunde, normale Constitution immer eine Mißhandlung; denn sie erschlafft und entnervt, anstatt zu stärken. Constantinopels türkische Bevölkerung gibt den Beweis davon im Großen: welch ein sprechendes, schreckendes Bild der Agonie und Hinfälligkeit eines Geschlechts! Diese Muselmänner, die, wie eine Windsbraut aus ihrer Wüste durch Afrika’s und Europa’s Thore hereinstürmten, Millionen ihrem Schwert und ihrem Glauben unterthan und zwei Welttheile bis in ihr Innerstes erzittern machten: – theilnahmlos für alle politischen Schicksale, jedes geistigen Aufschwungs unfähig, physisch und psychisch betäubt, schleichen sie jetzt willenlos wie Gerippe über die Erde, vergehend und verwelkend in der Ueppigkeit ihres Harems, und ihre Phantasie nur noch Bilder der Sinnlichkeit schaffend. Schwäche und Blödsinn auf dem Thron, dem Despotie und Grausamkeit im Gefolge geben, Entnervung und Entsittlichung im Volk, hat es keine Gegenwehr für die scharfen Waffen der Zeit, mit denen diese, schonungsloser als die Politik, an dem alten, morschen Bau klopft, dessen Einsturz bevorsteht.
Vier Verwandlungen hat Constantinopel vollendet. Griechischem Leben folgte römische Herrschaft und in die byzantinische Stadt zogen die Türken ein. Das Volk des Nordens wird es zum fünften Mal verjüngen. Aber wenn der Kreis seiner Verwandlungen geschlossen ist, so wird es hingehen wie alles Zeitliche und seine Stätte wird versanden und veröden, und nach ein Paar Jahrtausenden fragt vielleicht der Wanderer umsonst nach seinen letzten Trümmern.
- ↑ Nach einer Schilderung von anderer Hand. – M.
- ↑ Vergl. über Constantinopels Geschichte Band I. S. 69.