Schnellfahrstrecke Wendlingen–Ulm

Wendlingen–Ulm
Linienführung der Schnellfahrstrecke Wendlingen–Ulm
Streckennummer (DB):4813 (Stuttgart-Feuerbach–Ulm)
Kursbuchstrecke (DB):750.1
Streckenlänge:59,575 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Streckenklasse:D4
Stromsystem:15 kV 16,7 Hz ~
Maximale Neigung: in Ulm Hbf: 35 
freie Strecke: 31 ‰ (Ausnahmewert),
sonst 25 
Minimaler Radius:2305 m
Streckengeschwindigkeit:250 km/h
Zugbeeinflussung:ETCS Level 2 ohne Signale
Zweigleisigkeit:Üst Nabern–Ulm Hbf,
geplant durchgehend
von Stuttgart
29,314 Neckarbrücke Wendlingen (136 m)
Plochingen–Immendingen
29,465 Unterboihingen (Abzw)
nach Oberboihingen Abzw (Wendlinger Kurve)
30,168 Westportal Albvorlandtunnel (8174 m)
von Wendlingen (Güterzuganbindung)
30,537 Wendlingen Rübholz (Abzw)
Wendlingen (Neckar)–Oberlenningen
38,342 Ostportal Albvorlandtunnel
38,785 Nabern (Üst)
Eisenbahnüberführung Lindach
Kirchheim (Teck) Süd–Weilheim (Teck)
43,320 Tunnel Aichelberg (252 m)
45,367 Boßlertunnel (8808 m)
54,180 Filstalbrücke (485/472 m), Geislingen (Steige)–Wiesensteig
54,651 Steinbühltunnel (4847 m)
59,962 Tunnel unter der BAB 8 (378 m)
60,845 Merklingen-Widderstall (Üst)
61,225 Tunnel Widderstall (962 m)
63,866 Merklingen – Schwäbische Alb
Amstetten–Laichingen (bis 1985)
65,012 Tunnel Merklingen (384 m)
72,721 Tunnel Imberg (499 m)
81,977 Portal Dornstadt
Albabstiegstunnel (5897 m)
Ulm Hbf Em Nord–Ulm Rbf
87,874 Portal Ulm
von Stuttgart
von Aalen
von Sigmaringen
89,373 Ulm Hbf
nach Friedrichshafen
nach Neu-Ulm
nach Augsburg

Quellen:

Die Schnellfahrstrecke Wendlingen–Ulm ist eine Eisenbahnschnellfahrstrecke zwischen Wendlingen am Neckar in der Nähe von Stuttgart und Ulm für den Personenfern- und -nahverkehr, die auch eingeschränkt für den Güterverkehr nutzbar ist. Die Strecke dient der Querung der Schwäbischen Alb mit Geschwindigkeiten von bis zu 250 km/h und ist neben Stuttgart 21 Teil des Bahnprojekts Stuttgart–Ulm. Zusammen mit dem noch im Bau befindlichen Abschnitt Stuttgart–Wendlingen misst sie 84,8 Kilometer. 50,7 Prozent (30,2 Kilometer) der 59,6 Kilometer langen Strecke liegen in Tunneln. Die Strecke war als Neu- und Ausbaustrecke Stuttgart–Augsburg bereits im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans 2003 enthalten und ist Teil der „Vorrangigen Achse Nr. 17“ der Transeuropäischen Netze (ParisBudapest/Bratislava, so genannte „Magistrale für Europa“) und deren Rhein-Donau-Korridor. Die Strecke übernimmt den Fernverkehr von der Filstalbahn Stuttgart–Ulm; diese erlaubt zwar bis zu 160 km/h, wegen zahlreicher enger Kurven sind im Bereich des Albaufstieges auf der Geislinger Steige lediglich 70 km/h möglich.

Vorbereitende Bauarbeiten begannen im Herbst 2010. Die Inbetriebnahme im Planverkehr erfolgte am 11. Dezember 2022. Bis zur frühestens 2027 geplanten Inbetriebnahme von Stuttgart 21 ist nur ein eingeschränkter Betrieb möglich. Die Gesamtkosten des Projekts wurden 2022 mit 3,99 Milliarden Euro angegeben.

  1. Kursbuch der Deutschen Bahn 2023: KBS 750.1 Ulm – Wendlingen (Schnellfahrstrecke). (PDF) Deutsche Bahn AG, 1. Dezember 2022, abgerufen am 10. Dezember 2022.
  2. Deutschland-Stuttgart: Bauarbeiten für Eisenbahnlinien. Dokument 2019/S 143-351187. In: Supplement zum Elektronischen Amtsblatt der Europäischen Union. 26. Juli 2019, abgerufen am 28. Juli 2019.
  3. Planänderungsbescheid gemäß § 18 Abs. 1 AEG i. V. m. § 76 Abs. 2 VwVfG und § 18d AEG für das Vorhaben „Projekt Stuttgart-Ulm, PFA 2.3, 7. Planänderung „Überleitstelle Merklingen- Widderstall““ in der Gemeinde Merklingen Bahn-km 54,580 bis 57,338 der Strecke 4813 Feuerbach – Stuttgart Hbf tief – Ulm Hbf. (PDF) Eisenbahn-Bundesamt, 13. August 2020, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 19. August 2020; abgerufen am 19. August 2020 (650.000 € Mehrkosten für veränderte Weichen, 500.000 € für veränderte Oberleitung): „Eine Überleitverbindung soll in der Lage verschoben (zwischen Tunnel BAB A8 und Tunnel Widderstall), sowie in der Bauform verändert werden“
  4. Stammdatenliste. (XLSX; 2,3 MB) DB Netze, abgerufen am 30. März 2022.
  5. DVWG Live – Herausforderungen bei der Inbetriebnahme des Bahnprojekts Stuttgart-Ulm (ab 0:25:56) auf YouTube, 13. Dezember 2021, abgerufen am 30. März 2022.