Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main

Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main
Streckennummer (DB):2660 Köln-Deutz (t)–Köln Gummersb Str
2690 Köln Steinstr–Frankf(M) Stadion
3656 Frankf(M) Flughfn–Zeppelinheim
Kursbuchstrecke (DB):472
Streckenlänge:180 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Streckenklasse:D4
Stromsystem:15 kV 16,7 Hz ~
Maximale Neigung: 40 
Minimaler Radius:3348 m
Streckengeschwindigkeit:300 km/h
Zugbeeinflussung:LZB, PZB
Zweigleisigkeit:durchgehend
Strecken von Mainz, Aachen und Krefeld
Köln Hbf
Hohenzollernbrücke
0,0 Köln Messe/Deutz von Köln-Mülheim
Strecke nach Köln-Mülheim
Köln Posthof (Abzw)
S-Bahnstrecke nach Köln-Mülheim
1,2 Köln Gummersbacher Str. (Abzw)
1,9 Köln Trimbornstr.
Güterstrecke von der Südbrücke
2,2 Köln-Kalk (ehem. PV)
Güterstrecke Gremberg–Köln-Kalk Nord
3,9 Köln Vingst (Abzw)
Köln Flughafen Nordost (Abzw)
zur Strecke nach Overath,
Flughafenschleife (S-Bahn)
4,5 Köln Flughafen Nordwest (Abzw)
Flughafenschleife (Fernverkehr)
6,1 Köln Airport Businesspark
8,0 Köln Steinstr.
Umgehungsstrecke von der Südbrücke
9,2   7,8 Köln Steinstr. Abzw (heute Beginn SFS)
Güterstrecke von Gremberg
Gremberg Süd (Abzw)
9,6 Porz (Rhein) Hp
9,6 Porz (Rhein)
Flughafenschleife (Fernverkehr)
Flughafenschleife (S-Bahn)
12,4 Porz-Wahn
15,6         Porz-Wahn Süd (Abzw)
A 59
16,9 Spich
Kleinbahn Siegburg–Zündorf
Tunnel Troisdorf (627 m)
18,0 Troisdorf Vorbf
18,4 Troisdorf Nord (Abzw)
19,7 Troisdorf
Rechte Rheinstrecke
(ehem. Verbindungskurve)
Agger
26,0 24,3 Siegburg/Bonn Stadtbahn nach Bonn
nach Siegen
Beginn der Neubaustrecke
27,4 →00 Siegauentunnel (2.502 m)
37,6 Talbrücke Hasenpohl (127 m)
39,2 Ittenbachtunnel (1145 m)
40,6 Trogbauwerk Landschaftsbrücke (255 m)
41,1 Logebachtalbrücke (173 m)
41,3 Aegidienbergtunnel (1240 m)
42,9 Kluse-Tunnel (198 m)
43,1 Kochenbachtalbrücke (150 m)
44,5 Rottbitzetunnel (990 m)
Landesgrenze NWRP
46,6 Kreuzungsbauwerk Windhagen (400 m)
47,8 Talbrücke Fischerhaus (344 m)
48,6 Günterscheidtunnel (1130 m)
50,0 Hallerbachtalbrücke (992 m)
51,4 Linz (Rhein)–Flammersfeld
unter der Wiedtalbrücke (387 m)
53,0 Ammerichtunnel (755 m), A 3
53,8 Fernthaltunnel (1555 m), A 3
58,8 Dasbachtalbrücke (218 m)
Scheitelpunkt 370 m
61,5 Willroth (Üst)
75,6 Kutscheid-Talbrücke (67 m)
76,4 Deesen-Tunnel (338 m)
78,2 Oberhaider-Wald-Tunnel (1270 m)
83,1 Engers–Au (Westerw)
83,8 Dernbacher Tunnel (3305 m), A 48 und A 3
von Siershahn
89,1 Montabaur (Fernbahn)
nach Herborn und nach Limburg (Lahn)
89,9 Himmelbergtunnel (2395 m)
92,5 Wahnscheidtunnel (735 m)
93,3 Dickheck-Tunnel (570 m)
93,9 Eisenbachtalbrücke (138 m)
94,1 Eichheidetunnel (1750 m)
96,2 Wiesengrund-Talbrücke (338 m)
96,7 Eichen-Diekenscheid-Tunnel (400 m)
97,5 Lange Issel (1015 m), A 3
Landesgrenze Rheinland-PfalzHessen
100,4 Tunnel Elzer Berg (1110 m), A 3
105,8 Staffel–Siershahn und Limburg–Altenkirchen
106,8 Limburger Tunnel (2395 m), A 3
109,2 Lahntalbrücke (438 m)
Lahn
Lahntalbahn
110,5 Limburg Süd
113,0 Lindenholzhausen (Üst)
115,3 Wörsbachtalbrücke (528 m)
126,9 Kreuzungsbauwerk Hessenweiler (368 m), A 3
128,6 Roter-Graben-Talbrücke (132 m)
129,3 Wallbachtalbrücke (534 m)
130,6 Wörsdorfer Tunnel (525 m), A 3
133,8 Idsteintunnel (2069 m)
137,0 Idstein (Üst)
138,0 Niedernhausener Tunnel (2765 m), A 3
141,6 Theißtalbrücke (484 m)
142,9 Hellenbergtunnel (552 m)
Wiesbaden–Niedernhausen
145,4 Schulwaldtunnel (4500 m), A 3
151,4 Tunnel Breckenheim (1150 m)
152,6 Breckenheim (Abzw)
nach Wiesbaden
A 66
156,1 Wallauer Spange (geplant)
156,1 Diedenbergen (geplant)
Taunusbahn Wiesbaden–Frankfurt
Mainbrücke Eddersheim (324 m)
Ticonabrücke (167 m)
161,5 Raunheim Caltex (Abzw) nach Raunheim Brunnenschneise
Caltex-Brücke (351 m), Mainbahn
163,4 Raunheim Mönchhof (Abzw)
Strecke von Raunheim Mönchwald
167,1 Kelsterbach-Tunnel (994 m)
Flughafenschleife Frankfurt
0,0 168,8 (Beginn Zweigstrecke nach Zeppelinheim)
0,5 169,3 Frankfurt am Main Flughafen Fernbf
Frankfurt (Main) Flughafen Regionalbf
Flughafenschleife Frankfurt (zur Mainbahn)
1,5 170,3 Frankfurter-Kreuz-Tunnel (1559 m / 1883 m)
171,4 Frankfurter Kreuz (Üst), (A 3 und A 5)
4,8 173,6 Riedbahn Zeppelinheim–Frankfurt Stadion

Quellen:

Die Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main ist eine 180 Kilometer lange deutsche Eisenbahn-Hochgeschwindigkeitsstrecke für den Personenfernverkehr. Sie führt von Köln über Siegburg, Montabaur, Limburg und den Frankfurter Flughafen nach Frankfurt am Main. Die Bahnstrecke Breckenheim–Wiesbaden bindet Wiesbaden an und durch die Kölner Flughafenschleife kann der Flughafen Köln/Bonn angefahren werden.

Die zwischen Siegburg und dem Frankfurter Flughafen mit 300 km/h befahrbare Strecke verbindet die mit insgesamt rund 15 Millionen Einwohnern beiden größten deutschen Metropolregionen Rhein-Ruhr und Frankfurt/Rhein-Main. Sie verkürzt die Reisezeit auf zahlreichen nationalen und internationalen Relationen gegenüber der linken Rheinstrecke um etwa eine Stunde. Die kürzesten planmäßigen Fahrzeiten zwischen dem Hauptbahnhof Köln und Flughafen Frankfurt liegen im Fahrplanjahr 2025 bei 49 Minuten, nach Frankfurt Hauptbahnhof bei 63 Minuten.

Als erste deutsche Neubaustrecke wurde sie ausschließlich für den (Personen-)Hochgeschwindigkeitsverkehr vorgesehen. Großzügigere Trassierungsparameter (Längsneigungen bis zu 40 Promille und engere Kurven mit entsprechend stärkerer Überhöhung) verhindern den Einsatz schwerer lokbespannter Reise- und Güterzüge.

Erstmals wurde die seinerzeit neuartige Feste Fahrbahn auf nahezu der gesamten Länge verbaut sowie die Strecke für den uneingeschränkten Einsatz von Wirbelstrombremsen ertüchtigt. Als weitere Besonderheit gilt die enge Verkehrswegebündelung mit der A 3. Einmalig war weiterhin, dass der Großteil der Strecke bis 2018 im regulären Betrieb ausschließlich von einem einzigen Fahrzeugtyp, dem ICE 3 (BR 403, BR 406, BR 407, BR 408) sowie für Messfahrten vom ICE S befahren wurde.

Die Strecke wurde in den Jahren 1995 bis 2002 errichtet, der Streckenanfang (Knoten) Köln–Abzweigstelle Köln Steinstraße wurde jedoch bislang nicht gebaut. Die bisherigen Gesamtkosten werden von der Deutschen Bahn AG mit 6,0 Milliarden Euro angegeben. In den ersten 15 Betriebsjahren wurden rund 220 Millionen Reisende befördert. Die Strecke wird täglich von rund 120 ICE-Zügen befahren.

Sie ist Teil des Kernnetzes der Transeuropäischen Verkehrsnetze und ging aus den in den 1970er und 1980er Jahren geplanten Neubaustrecken Köln–Groß-Gerau und Köln–Koblenz hervor.

  1. 1 2
  2. Walter Mittmann: Planungsparameter und Standards. In: ICE Neubaustrecke Köln–Rhein/Main: Planen, Bauen, Betreiben. Hestra-Verlag, Darmstadt 2002, ISBN 3-7771-0303-9, S. 26–34.
  3. Kluse-Tunnel. In: Eisenbahn-Tunnel und deren Tunnelportale in Deutschland. Lothar Brill
  4. DB Netze – Infrastrukturregister
  5. Eisenbahnatlas Deutschland. 9. Auflage. Schweers+Wall, Aachen 2014, ISBN 978-3-89494-145-1.
  6. Deutscher Bundestag: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Dr. Anton Hofreiter, Winfried Hermann, Peter Hettlich, weiterer Abgeordneter und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen: Kostenüberschreitungen bei Bauprojekten der Deutsche Bahn AG. (PDF; 122 kB) Drucksache 16/4783 vom 2. März 2007.
  7. Riesenerfolg: Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main mit 220 Millionen Fahrgästen in 15 Jahren. Pressemitteilung. Deutsche Bahn, 1. August 2017, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 2. August 2017; abgerufen am 1. August 2017.
  8. Für weiter stabilen Verkehr zwischen Köln und Frankfurt: DB erneuert im Sommer Gleise auf der Schnellfahrstrecke. In: deutschebahn.com. Deutsche Bahn, 6. Mai 2024, abgerufen am 9. Mai 2024.
  9. Verordnung (EU) Nr. 1315/2013 über Leitlinien der Union für den Aufbau eines transeuropäischen Verkehrsnetzes und zur Aufhebung des Beschlusses Nr. 661/2010/EU, S. 50.